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aktualisiert am 28.3.2011

Berichte aus der Langlauf-Gruppe

Auf dieser Seite finden Sie Berichte unserer Langlauf-Gruppe. Ursprünglich wurden sie für unser Vereins-Pressorgan, das Sport-Echo geschrieben. Sofern nicht anders angeben entstammen die Berichte unserer Langlauf-Pressewartin Alice Baumgart.


Berichte aus dem Jahr: [ Aktuell | 2004 | 2003 ]

Sport-Echo Ausgabe: [ 01/2005 | 02/2005 | 03/2005 | 04/2005 ]


Berichte Sport-Echo 4/2005

Liebe Läuferinnen und Läufer,

Bei herrlichstem Spätsommerwetter startete am 18.09. in Neu-Isenburg der 29. Hugenottenlauf, zu dem unser Verein mit 11 Teilnehmerinnen und nur einem Teilnehmer angetreten war, da die anderen zum Teil für den Berlin-Marathon am darauffolgenden Wochenende gebucht hatten.

Über die 10-km-Strecke, die zur Main-Lauf-Cup-Wertung zählte, liefen

Erika Schmid      50:25 Min.    1. Platz W 55
Marion Gürnth     50:52 Min.    9. Platz W 35
Susi Kraus        52:26 Min.    4. Platz W 45 
Moni Prinz        65:18 Min.   22. Platz W 45.

Die Halbmarathon-Strecke über 21,1 km bewältigten:

Sascha Meder      1:45:50 Std.   49. Platz M 30
Sabine Czyrt      1:51:17 Std.   10. Platz W 45
Anna Sommer       1:53:31 Std.   14. Platz W 45
Babsi Teubner     1:56:37 Std.   27. Platz W 35
Alice Baumgart    1:57:49 Std.    2. Platz W 65
Gertrud Jahn      1:58:02 Std.    3. Platz W 65
Margret Michel    2:04:34 Std.   28. Platz W 45
Marianne Ritter   2:07:28 Std.    1. Platz W 70

Am 24.09. sammelten unsere beiden Erikas weitere Punkte für ihre Main-Lauf-Cup-Wertung. In Rosbach/Rodheim liefen sie die 10 km. Erika Schmid kam nach 51:14 Min. ins Ziel und belegte in der W 55 den 2. Platz. Erika Ingerl startete in der W 65 und wurde mit einer Zeit von 51:33 Min. erste.

Und dann starteten unsere "Bundesbahner" am 25.09. in Berlin zum traditionellen Marathon über 42,195 km. Nachfolgend die Ergebnisse und der Bericht von Thomas Spielmann, wie er diesen Lauf erlebt hat:

Roman Lessmann    3:02:34 Std.     134. Platz M 45
Thomas Spielmann  3:41:26 Std.   1.539. Platz M 35
Hubertus Kraus    4:03:50 Std.   2.077. Platz M 45
Ingo Förtsch      4:57:39 Std.   4.185. Platz M 35

Berlin ist immer eine Reise wert, dachten sich Ingo, Roman, Hubertus und ich als wir erfuhren, dass unser Arbeitgeber (Deutsche Bahn) die Startgebühren übernehmen würde. Wir erhielten weiter die Gelegenheit, in einem preiswerten Hotel zu übernachten, so dass Roman und ich die Reisezeit noch verlängerten, um mit unseren Ehefrauen Berlin und Potsdam zu besichtigen. Vor dem Start trafen wir uns mit den Kollegen, um ein Foto für unsere Mitarbeiterzeitung zu machen. Nach der Kleiderabgabe benötigten wir schon 15 Minuten, um den richtigen Startblock (nach gemeldeter Bestzeit) zu finden. Um uns herum waren fast 40000 Menschen. Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der erste Startschuss. Dann wurden wir nach vorn geführt und ich kam an der Stelle zum Stehen, von der aus Roman gestartet ist. Da war ich beeindruckt und stolz, einen Läufer zu kennen (und ab und zu mit ihm zu trainieren), der beim Start den Spitzenläufern ganz nah ist! Drei Minuten später ging mein Startblock ins Rennen. Die Stimmung an der Strecke war riesig. Überall standen Menschen und feuerten uns an. Schöner war es für mich bisher nur beim IRONMAN. Zum Glück hatte ich mich vorher gut mit meinem Service-Team (Dörte und meine Cousine Ilona) verabredet. Ein schnelles Wechseln der Straßenseite ist in Berlin nicht möglich. Bis zum Ziel bleiben sogar Spitzenläufer wie Roman in der Gruppe zusammen. Angekommen sind wir alle. Ingo hatte ab km 30 starke Schmerzen im Knie, aber als echter "IRONMAN" gab er nicht auf und beendete das Rennen als "Spaziergänger". Fazit: Tolle Stimmung, große Messe, schnelle Strecke (wenn man im richtigen Block startet) aber auch einige Dinge, die uns nicht gefallen haben. Eine Nudelparty fand nicht statt, da man für die Mini-Nudelportionen sogar 3 € bezahlen musste. Für die eher lieblose Abschlussparty wurden 5 € Eintritt fällig, wenn man seine/n Partner/in mitbringen wollte.

Letzter Test vor dem Frankfurt-Marathon Ende Oktober ist immer der Start der Winterlaufserie in Rüsselsheim über 10 km, diesmal am 15.10. Mit von der Partie waren mit folgenden Ergebnissen:

Erika Schmid      49:59 Min.  2. Platz W 55
Gertrud Jahn      53:00 Min.  1. Platz W 65
Josef Ritz        55:24 Min.  2. Platz M 70
Marianne Ritter   56:08 Min.  1. Platz W 70.

Unsere drei Damen belegten in der Mannschaftswertung mit einer Gesamtzeit von 2:39:07 Std. den 5. Platz.

Aber auch am 16.10. waren zwei Läufer unseres Vereins unterwegs und zwar in Offenbach. Andreas Sturm startete dort über 10 km und wurde in der MHK 8. mit einer Zeit von 45:50 Min. Frank Waldschmidt hatte sich für den Halbmarathon entschieden und kam nach 1:43:58 Std. ins Ziel. In der M 30 lief er als 30. über die Ziellinie.

Und dann starteten wir mit 14 Läuferinnen und Läufern am 30.10. beim Frankfurt-Marathon, bei dem auch gleichzeitig die Hessischen Meisterschaften ausgetragen wurden. Petrus muss wohl einmal ein Läufer gewesen sein, denn mit dem Wetter hatte er es in diesem Jahr besonders gut gemeint. Ich habe schon viele Marathons in Frankfurt gelaufen, aber so ein passendes Wetter wie in diesem Jahr zu dieser Jahreszeit hatten wir noch nie. Und so war auch die Zahl der Zuschauer an der Strecke wesentlich höher als bei Nieselregen und kühlen Temperaturen, was noch einmal einen Motivationsschub gab, besonders auf den letzten 7 km. Ich denke, es werden auch alle mit ihren Leistungen zufrieden sein, besonders unsere "Ersttäter", die einfach nur gut ins Ziel kommen wollten:

Christoph Scheibitz  3:01:35 Std.      74. Platz M 30   13. Platz HM
Helmut Groß          3:41:02 Std.     194. Platz M 50   22. Platz HM
Sascha Meder         3:57:59 Std.     532. Platz M 30
Erika Schmid         4:09:25 Std.      16. Platz W 55    4. Platz HM
Frank Waldschmidt    4:11:06 Std.     646. Platz M 30   26. Platz HM
Gertrud Jahn         4:13:04 Std.       5. Platz W 65    2. Platz HM
Alice Baumgart       4:15:40 Std.       6. Platz W 65    3. Platz HM
Anna Kinner          4:19:01 Std.     107. Platz W 45 
Babsi Teubner        4:20:36 Std.     204. Platz W 35   18. Platz  HM
Marion Gürnth        4:20:36 Std.     205. Platz W 35
Marianne Ritter      4:29:18 Std.       1. Platz W 70    1. Platz HM
Margret Michel       4:34:37 Std.     151. Platz W 45
Jan Rosner           4:38:13 Std.    1025. Platz M 45
Guenther Fischer     5:08:17 Std.    1702. Platz M 40

In der Mannschaftswertung "Frauen W 50 und älter" belegte unsere Damenriege mit Erika Schmid, Gertrud Jahn und Alice Baumgart den 3. Platz mit einer Zeit von 12:38:10 Stunden.

Auch in der Staffel stellten wir in diesem Jahr eine Mannschaft: Susi Kraus und Erika Ingerl bildeten mit zwei Gastläuferinnen das Quartett. Sie belegten mit einer Gesamtzeit von 3:44:15 Std. den 17. Platz

Nachfolgend der Bericht von Sascha Meder, wie er "seinen ersten" erlebt hat:

Keep on running ...

Ich wurde gebeten, einen Bericht zu schreiben. Einen Bericht darüber, wie ich meinen ersten Marathon erlebte und über den Frankfurt Marathon an sich. Naja, die meisten, die mich kennen, wissen, dass ich nicht gerade ein Mann der vielen Worte bin. Aber ich nutze gerne die Gelegenheit, mich noch einmal mit meinem ersten Marathon auseinanderzusetzen.

Die Frage, die sich die meisten Nicht-Marathoni stellen, ist wahrscheinlich: "Wie kommt man dazu, sich solch einen Stress anzutun?! ..." Nun ja, das ist bei mir relativ einfach. Wer sich schon mit dem Rad durch Islands unbefahrene Gegend quält, der sucht einfach nach neuen Herausforderungen. Mich hat schon immer die Stimmung beim Frankfurt Marathon begeistert - immerhin hatten wir jahrelang einen eigenen Stand an der St. Markus Kirche. Und wenn man dann sieht, wie viele Menschen sich unter weitaus schlechteren körperlichen Bedingungen jedes Jahr aufs Neue diese Strecke abverlangen, kann man nur zu der Ansicht gelangen, dass man das als aktiver Handballer auch schaffen kann. Mit dieser Einstellung machte ich mich vor drei Jahren das erste Mal an eine Vorbereitung. Aber es sollte verletzungsbedingt bis 2005 dauern, bis ich tatsächlich am Start stand. Aber der Wille war da, das war, denke ich, das Entscheidende. Fehlte nur noch die Vorbereitung. Und da ist die Familie gefragt! Ich denke jeder Marathonläufer kann davon ein Lied singen, wie anstrengend die Zeit der Vorbereitung sein kann. Es sind ja nicht nur die körperlichen Belastungen, sondern gerade der Kopf. Die Gedanken an den Lauf beschäftigen uns in jeder erdenklichen Minute. Oft ist mit uns "Verrückten" dann in den letzten Wochen gar nichts mehr anzufangen. Man vergisst fast alles und fast jeden und will einfach nur noch, dass es endlich soweit ist. Da braucht man eine Menge Unterstützung. Und ich bekam sie von meiner Familie! An dieser Stelle: Vielen, vielen Dank!

Aber dieses Jahr war es dann soweit: Mein Ziel war unter vier Stunden zu bleiben - die magische Zeit für nahezu jeden Neuling. Ich fühlte mich fit. Hatte mir ja schon fast eine "Läufer-Figur" zugelegt. Das "Material" war vollständig getestet und ich hatte mir eine Strategie zurecht gelegt. Zu letzterer gehörte eine gute Reserveeinteilung, ein ordentlicher "Zaubertrank" und ein Versorgungsteam, welches letztendlich mit einem erfahrenen Marathoni (meinem Vater) und Annett besetzt war, die mich an fünf verschiedenen Stellen mit dem Nötigen versorgten. Und die Strategie ging auf! Das Wetter spielte mit. Die Stimmung war super. Der Körper hielt durch. Unser aller Ziel - die Frankfurter Festhalle - erreichte ich in 3:57 Stunden! Ja, natürlich, man braucht da niemandem etwas vormachen: Ich hatte Schmerzen. Hatte mir eine 5-Mark-große Blase am rechten Fuß gelaufen. Irgendwann war mir so warm, mir wurde selbst die Laufmütze zu schwer. Ich japste nach Luft und mein Körper schrie nach Ruhe und Erlösung. Aber die Erholung stellt sich nach dem Lauf schnell wieder ein. Heute - vier Wochen nach dem Lauf - habe ich noch immer ein Zeitungsbild vom Einlauf in die Festhalle an der Wohnungstür hängen und denke dabei an das unbeschreibliche Gefühl, welches ich empfand, als ich in diesen Hexenkessel einlief. Die Gewissheit, dass man es wirklich geschafft hat, stellt sich aber erst Stunden später ein. Jetzt bin einfach nur stolz und glücklich, mein Ziel erreicht und meinen Traum erfüllt zu haben. Und ich bin so zufrieden mit der Entscheidung, meinen ersten (und sicherlich nicht letzten) Marathon in Frankfurt gelaufen zu sein. Die Organisation ist einfach super: Angefangen von der Anmeldung über Abholen der Startnummer, Versorgung an der Strecke und dem Ablauf nach Zieleinlauf. Entscheidend an Frankfurt war aber sicherlich der "Heimvorteil". Wenn man weiß, dass zwischen Kilometer 30 und 34 unzählige bekannte Gesichter an der Straße stehen, Menschen die deinen Namen schreien, dann ist das der größte Ansporn den man sich nur vorstellen kann. Man wünscht sich dann nur, der Marathon wäre direkt nach Nied zu Ende ... Aber die härtesten Kilometer liegen noch vor einem. Aber auch die habe ich überstanden und trotz der Qualen plane ich den nächsten Marathon. Immer nach dem Motto:

Keep on running ...

Euer Sascha

Mein Dank gilt an dieser Stelle auch allen anderen Nieder Läufern, allen voran Babsi und Frank!

Am 5.11. zog es Thomas Spielmann nach Jügesheim. Dort war der Start zur Winterlaufserie, an der er teilnehmen will. Er lief dort die 10 km und kam nach 45:32 Min. ins Ziel. Mit dieser Zeit kam er auf Platz 37 in der M 35.

Aber es muss nicht immer um Zeiten und Platzierungen gehen, auch für einen guten Zweck laufen wir: Am 14.11. hieß es wieder von Kelkheim nach Mainz, 33,7 km für die ARQUE, Arbeitsgemeinschaft Querschnittsgelähmter Kinder und Jugendlicher. Das Startgeld dient als Spende und gelaufen wird in Gruppen mit einem vorgegebenen Tempo, das man zwischen 4:30 und 6:30 Min. pro km wählen kann. Die sog. "Pacemaker" sorgen dafür, dass das Tempo auch eingehalten wird, denn Läufer neigen dazu, mit der Zeit immer schneller zu werden. Es werden unterwegs auch drei Versorgungspausen eingelegt, bei denen die Läufer mit Getränken und Bananen bestens versorgt werden. Es ist ein unterhaltsamer Lauf, den ich nur allen empfehlen kann.

Am 19.11. hatte Rüsselsheim schon zum zweiten Lauf der Winterserie eingeladen und wer Zeit und Lust hatte, nahm die 15 km im Sauseschritt:

Erika Schmid      1:15:40 Std.        1. Platz W 55
Susi Kraus        1:18:48 Std.        6. Platz W 45
Gertrud Jahn      1:18:55 Std.        1. Platz W 65
Erika Ingerl      1:21:41 Std.        2. Platz W 65
Guenther Fischer  1:24:01 Std.       40. Platz M 40
Marianne Ritter   1:26:16 Std.        1. Platz W 70
Josef Ritz        1:30:34 Std.        4. Platz M 70
Monika Prinz      1:35:26 Std.       12. Platz W 45

Da sechs Damen am Start waren, konnten auch zwei Mannschaften gewertet werden: Erika Schmid, Susi Kraus und Gertrud Jahn kamen auf Platz 5 mit einer Zeit von 3:53:23 Std. und Erika Ingerl, Marianne Ritter und Monika Prinz auf Platz 9 mit 4:23:23 Std.

Jetzt steht schon fest, dass Erika Schmid - wie in jedem Jahr - den Main-Lauf-Cup in ihrer Altersklasse gewonnen hat. Dazu herzlichen Glückwunsch.

Und Euch allen wünsche ich nach einem sicher erlebnisreichen und gut gelaufenem Jahr eine besinnliche Adventszeit und ein friedvolles, ruhiges Weihnachtsfest im Kreis von Familie und Freunden sowie ein gesundes und verletzungsfreies 2006, damit auch Eure läuferischen Pläne und Wünsche in Erfüllung gehen können.

Eure Alice


Berichte Sport-Echo 3/2005

Liebe Läuferinnen und Läufer,

lest bitte im letzten Vereinsblatt noch einmal den letzten Absatz von Huberts Erlebnissen beim Rennsteiglauf, dann könnt Ihr verstehen, warum er sich so auf die "Tour de Nordsee" gefreut hat. Still und heimlich hat er nämlich kurz vor dem Start am 10.6. auf dem alten Leuchtturm der Insel Wangerooge seine Susi geheiratet. Von dem Ereignis wurden wir aber erst Mitte August anlässlich unseres Sommerfestes unterrichtet. Aber trotzdem nochmals: Herzlichen Glückwunsch.

Nun aber wieder etwas chronologisch zur Berichterstattung. In diesem Jahr sollte der Brüder-Grimm-Lauf (10. - 12.06.)von Hanau nach Steinau an der Straße zum ersten Mal ohne Beteiligung unseres Vereins stattfinden, ein Novum, wenn man bedenkt, dass beim ersten Lauf bereits zwei Nieder gestartet waren. Allerdings hat Sabine Czyrt dann kurzfristig doch noch die Farben unseres Vereins vertreten und dazu nachfolgend ihre Eindrücke niedergeschrieben. Es war ihre erste Teilnahme:

"Kurz entschlossen übernahm ich Ende Mai Achims Startplatz für den Brüder-Grimm-Lauf. Eigentlich war ich immer der Meinung, dass ich nicht 82 km an einem Wochenende laufen kann. Na ja, dann sollte es eben ein Lauftrainingswochenende werden. Mindestens drei Etappen wollte ich laufen. Im Training laufe ich nur ca. 50 km die Woche.

Nach der ersten Etappe war ich ziemlich unglücklich. Die Beine taten weh. Ich bin nicht mal einen 6er Schnitt auf 15 km (flach) gelaufen. Es war zu kalt usw…. Das kann nichts werden, dachte ich mir und war nahe dran, am Samstag gar nicht mehr anzutreten. Volker ermunterte mich und sagte 'Irgendwie läuft man sich ein!!' - Und so sollte es werden. Es ging mit jeder Etappe besser. Je bergiger, um so besser habe ich mich gefühlt. Meine Zeiten und Platzierungen wurden immer besser - für eine wirklich gute Platzierung müßte ich noch ein bischen üben ;-) Die Läuferinnen, die beim BGL vorne sind, laufen in einer anderen Klasse als ich.

Es hat mir riesigen Spass gemacht, an diesem landschaftlich schönen Lauf teilzunehmen und für mich etwas zu schaffen, von dem ich nicht gedacht hätte, dass ich es kann - vor allen Dingen nicht mit diesem guten Gefühl. Die Zeit ??? - eigentlich nebensächlich 7 Stunden und 44 Minuten"

Helmut Groß zog an diesem Tag den Fraport-Lauf über 5 km vor und wurde mit 20:42 Min. 1. in seiner Altersklasse M 50.

Hubert und Susi weilten in der Zeit vom 11. - 18.06. an der Nordsee, um dort am 4. EWE Nordseelauf teilzunehmen. Nachfolgend sein Bericht:

Voller Vorfreude nach dem beeindruckenden dritten EWE-Nordseelauf, über den wir in unserem Vereinsheft der SG Nied 3/2004 geschrieben haben, sind Susi und ich am 09.06.05 wieder nach Bensersiel gefahren, um an der vierten Veranstaltung teilzunehmen. Dieser Bericht hat bei den Veranstaltern und Organisatoren des Laufes sehr große Zustimmung gefunden und wurde zusammen mit dem Vereinslogo der SG Nied auf der Internetseite des Nordseelaufes (www.nordseelauf.de) abgedruckt. Mit einigen Exemplaren unserer Vereinszeitung in der Tasche fuhren wir los.

Im Gegensatz zum letztem Jahr fanden diesmal nur Läufe auf den Inseln Borkum und Spiekeroog statt sowie der Kultlauf von der Insel Neuwerk nach Cuxhaven, die weiteren 5 Läufe fanden auf dem Festlauf statt.

Über 200 Läufer und erstmals auch Walker nahmen die gesamte Tour in Angriff, darunter 61 Wiederholungs- bzw. Serientäter. Es war ein großes Wiedersehen dieser Nordseelauffamilie, man trifft sich nicht nur an der Nordsee, nein auch beim Nürburgringlauf, Duisburger Hafenlauf, Münchenmarathon, Frankfurtmarathon, Deutsche Ultramarathonmeisterschaften in Marburg, beim Rennsteiglauf und sonst wo auch immer. Man glaubt, man kennt sich schon so lange und dabei war es damals nur eine Woche. Zu einigen gibt es - wenn auch lockeren - E-Mailverkehr.

1. Etappe Wilhelmshaven  Südstrandlauf 10 km am 11.06.05  17.00 Uhr
2. Etappe Insel Borkum  Promenadenlauf 12 km am 12.06.05  13.00 Uhr
3. Etappe Halbinsel Budjadingen   Sand´Art - Lauf 11 km am 13.06.05  18.00 Uhr
4. Etappe Carolinensiel Frühstückslauf von Carolinensiel nach Harlesiel 7 km am 14.06.05  10.30 Uhr
5. Etappe  Neuharlingersiel Sieler Rundlauf 7 km am 14.06.05  21.00 Uhr
6. Etappe Spiekeroog  12 km am 16.06.05  11.30 Uhr
7. Etappe Nordseebad Otterndorf   Lauf zwischen Altstadt und Nordsee Lauf 10 km am 17.06.05  18:00 Uhr
8. Etappe Neuwerk nach Cuxhaven Hamburger Watt-Lauf 12 km am 18.06.05  16:00 Uhr

Wir Susi und ich möchten uns bedanken insbesondere bei EWE, der evang. Kirche und den anderen Sponsoren, bei den vielen, vielen Helfern, natürlich beim Orgachef Marc, bei Moderator/Streckensprecher Pete, bei den Trainern Martina, Christopher, Heiko, Andreas, Bernhard, der Betreuung durch Inka und Kirsten, bei den Zeitnehmern Fiete und Jan, bei "Robbie" und Herrn Elter von der Nordsee GmbH, bei Anne Pape, der guten Seele des Tourismusveranstalter BIS Bremerhaven, und bei den netten Busfahrern, die tagtäglich zu den Etappenorten gefahren haben. Ihr wart einfach klasse.

Wer mehr über dieses Laufevent nachlesen und auch Bilder hiervon sehen will, kann dies auf der Internetseite www.nordseelauf.de machen.

Am 24.06. liefen zwei Mitglieder unseres Vereins die alte Deutsche Meile (7,777 km) in Eppstein rund um die Burg:

Helmut Groß        7:14 Min.      7. Platz M 50
Monika Prinz      57:27 Min.     40. Platz W 40

Am gleichen Tag starteten unsere beiden Erikas in Berkersheim über 10 km, um Punkte für den Mainlauf-Cup zu sammeln. Beide belegten in ihren Altersklassen den 1. Platz. Erika Schmid lief nach 50:03 Min. über die Ziellinie, gefolgt von Erika Ingerl nach 51:44 Min.

Am 1. Juli lud Hofheim-Wallau zum 10. Mitsommer-Lauf über 10 km ein. 10 Läuferinnen und Läufer der SG starteten und kamen wohlbehalten ins Ziel. Dies waren:

Thomas Spielmann  43:35 Min.       68. Platz M 35
Hubertus Kraus    46:37 Min.       48. Platz M 45
Frank Waldschmidt 47:29 Min.       53. Platz M 30
Günther Fischer   52:27 Min.      169. Platz M 40
Rainer Schäfer    53:51 Min.      173. Platz M 35
Birgit Schlosser  55:10 Min.       42. Platz W 40
Susanne Kraus     57:35 Min.       32. Platz W 45
Monika Prinz      63:34 Min.       47. Platz W 45
Petra Schuster    63:40 Min.       76. Platz W 35
Markus Mechela    63:40 Min.      250. Platz M 40

Schon zwei Tage später, am 03.07. zog es die "alte Garde" nach Kiedrich zum traditionellen Hahnwaldlauf über 10 km. Mit dabei waren:

Roman Lessmann    39:25 Min.     3. Platz M 45
Hubertus Kraus    50:27 Min.     9. Platz M 45
Erika Schmid      53:43 Min.     2. Platz W 55
Erika Ingerl      54:35 Min.     1. Platz W 65
Gertrud Jahn      58:25 Min.     3. Platz W 65
Marianne Ritter   60:39 Min.     1. Platz W 70
Josef Ritz        61:27 Min.     3. Platz M 70
Susanne Kraus     61:39 Min.     5. Platz W 45

Die Damenmannschaft mit E. Schmid, E. Ingerl und G. Jahn kam mit einer Gesamtzeit von 2:46:43 Std. auf den 3. Platz, die Männermannschaft mit R. Lessmann, H. Kraus und J. Ritz belegte den 10. Platz mit einer Zeit von 2:31:19 Std.

Helmut Groß zog es an diesem Tag nach Laubus-Eschbach zum Apfellauf über 10 km, der von der Kelterei Heil ausgerichtet wird. Er kam nach 45:44 Min. ins Ziel und war 11. in der M 50 .

Um die chronologische Folge einzuhalten, will ich an dieser Stelle erwähnen, dass wir an dem Wochenende 15./17.07. die inzwischen schon obligatorische Freizeit im Spessart verbrachten. Aktive und passive Läufer mit zum Teil nicht laufenden "Anhang" haben daran teilgenommen. Wie schon die Jahre zuvor hatte unser Jupp sich wieder ein sehr schönes Lokal ausgesucht, "die Heppe", wunderschön gelegen im Wald. Es wurde nicht nur gut gegessen und getrunken - am Freitag abend fand eine Weinprobe statt - sondern am Samstag vormittag auch tüchtig gewandert. Ziel war das Schloss Mespelbrunn. Nach einer kleinen Stärkung ging es zurück, Hubert und Sabine joggend, der Rest in flottem Wanderschritt. Nach einem Spaziergang am Sonntag vormittag und einem kleinen Imbiss ging es wieder zurück in Richtung Heimat. Wie schön, dass wir uns schon wieder auf das nächste Jahr freuen können, denn Jupp ließ durchblicken, dass er wieder "etwas Tolles" für uns augesucht hat. Jupp, an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für deine Mühe mit Organisation etc.

Unser "Neumitglied" Günther Fischer, das wir noch herzlich in unserem Kreis begrüßen, lief am 16.07. in Mörfelden 10 km und kam nach 53:26 Min. ins Ziel. Mit dieser Zeit war er 32. in der M 40. Am 31.07. startete er beim Halbmarathon (21,1 km) in Obertshausen. Nach 2:08:06 Std. passierte er die Ziellinie und war 75. in der M 40.

Selbst im Urlaub kann Helmut Groß die Lauferei nicht lassen und startete am 30.07. in Sterzing/Südtirol über 10 km. Er lief nach 43:44 Min. über den Zielstrich und wurde 7. in seiner Altersklasse.

Auch der Sommerlauf in Hattersheim am 05.08 über 10 km lockt unsere Läufer an. Mit dabei waren

Helmut Groß          43:29 Min.       6. Platz M 50
Hubertus Kraus       47:34 Min.      10. Platz M 45
Sabine Czyrt         50:54 Min.       1. Platz W 45
Anke Mathes          57:58 Min.       9. Platz W 20
Michaela Bockemühl   65:56 Min.       9. Platz W 30
Sybille Kranzig      65:57 Min.      10. Platz W 30

Auch schon Tradition hat der Rieslinglauf über 10 km in Oestrich-Winkel, der in diesem Jahr am 07.08 gestartet wurde. Erfolgreich waren:

Hubertus Kraus 48:10 Min. 18. Platz M 45 Erika Ingerl 51:40 Min. 1. Platz W 65 Susanne Kraus 53:48 Min. 3. Platz W 45 Josef Ritz 57:19 Min. 3. Platz M 70 Marianne Ritter 58:18 Min. 1. Platz W 70

Erika Ingerl wurde besonders belohnt, da sie einen neuen Streckenrekord in ihrer Altersklasse gelaufen war. Drei Flaschen Wein durfte sie dafür mit nach Hause nehmen.

Günther Fischer lief am gleichen Tag in Neustadt/Holstein einen Europalauf, einen Halbmarathon und kam nach 2:05:33 Std. ins Ziel. Er wurde 72. in der M 40. Nur eine Woche später, am 14.08. lief er in Malente den Diekseelauf über 11,2 km. Nach 1:03:14 Std. erreichte er das Ziel und wurde als 16. in der M 40 gewertet.

Hubertus Kraus wagte sich am gleichen Tag über die Marathonstrecke von 42,195 km in Monschau. Nachfolgend seine persönlichen Eindrücke:

Am 14.08.05 fand in Monschau in der Eifel ( bei Aachen) im deutsch-belgisch-holländischen Grenzgebiet die 29. Auflage des Monschau Marathon statt. Ich entschloss mich kurzfristig dazu, hier an den Start zu gehen. Denn als ich zählte, wie viele Ultra-/Marathon ich bislang gelaufen bin, kam ich zu der Zahl 18 und dann sollte der diesjährige Berlin Marathon nicht der 19. sondern der 20. sein.

Der Monschau Marathon gilt als ein landschaftlich besonders schöner und ist mit 767 Höhenmetern zugleich ein sehr anspruchsvoller Marathon.

Wir fuhren am Samstag bei hochsommerlichen Temperaturen los, jedoch in der Gewissheit, dass am nächsten Tag das Wetter umschlagen wird, der Windbreaker war eingepackt, es sollte schließlich auch ab und zu mal regnen. Susi wollte mich während des Laufes mit dem Bike begleiten. Doch dazu kam es nicht.

In der Nacht gegen 3.00 Uhr begann heftiger Regen und hörte gegen 6:30 Uhr auf. Doch ca. zehn Minuten vor dem Start (8:00 Uhr) fing es wieder zu nieseln an und genau zum Startschuss ging es so mit dem Regen richtig los.

Erstmals in meinem Läuferleben begann ich einem Wettkampf bei strömenden Regen, bereits nach 5 Minuten war die Laufbekleidung völlig durchnässt, bei Kilometer 2, als man in die Stadt Monschau lief, waren auch die Schuhe vollständig nass und die Füße schwammen darin. Glücklicherweise hatte ich Socken dabei, die zwei Nummern kleiner waren als meine Schuhgröße, schließlich dehnen sich Textilien bei Nässe und so hatte ich keine Angst vor Blasenbildung an den Füßen.

Auch Susi entschloss sich, bei diesem "Sauwetter" das Bike im Auto zu belassen und stattdessen in der Zeltstadt des Monschau Marathons zu blieben.

Bei Kilometer 7 packte ich meine Uhr in den Windbreaker weg, denn eine Zeit unter 4 Std. war bei diesen Verhältnissen nicht möglich. Die Zeit war mir unter diesen Bedingungen nunmehr völlig egal, das einzige Ziel hieß finishen. Riesige Wasserlachen auf den Wald- und Flurwegen, das Wasser kam uns bei den Anstiegen auf den Wegen Zentimeter hoch entgegen. Beim Überqueren der Bundesstraße B 258, welche direkt nach Monschau führt (ca km 22 des Marathons) dachte ich nach, auf direktem Weg zum Ziel zurückzugehen, doch das waren aber auch ca. 15 km, also lief ich weiter und wurde belohnt. Bei Kilometer 25 hörte der Regen auf, die Sonne kam hervor und die Stimmung unter den Läufern und Helfern und den wenigen Zuschauern wurde zusehends besser.

Doch nach 5 Kilometer war auch dieser "Spuk" vorbei, es begann wieder zu regnen, wenn auch nicht so stark wie zu Beginn des Marathons und hörte nicht mehr auf bis ins Ziel. Der "krönende Abschluss" war ca. 1 km vor dem Ziel in einer Senke, wo tiefer Schlamm auf ca. 200 m die Marathonis erwartete und dann kam der Schlussanstieg.

Nach dem Zieldurchlauf unter die Dusche, die dreckigen Klamotten und Schuhe in einer Plastiktüte verpackt und ab ins Auto. Und unterwegs auf der Heimfahrt nach Frankfurt kam die Sonne wieder durch!!!

Die Zeit habe ich nicht gestoppt, sondern hinterher aus der Ergebnisliste entnommen. Und von der Landschaft habe ich auch nicht viel mitbekommen, zu sehr haben die äußeren Einflüsse mich davon abgehalten, mich umzuschauen.

Und jetzt, wenn Ihr alle diese Zeilen gelesen habt, habe ich mit Thomas Spielmann, Roman Lessmann und Ingo Förtsch bereits den Berlin Marathon - und da wir vier bei der Deutschen Bahn beschäftigt sind - für das Team "Deutsche Bahn" bestritten.

Nur eine Woche später, am 20.08. lief Günther Fischer in Fischbek-Bargteheide eine Strecke über 21,6 km. Nach 2:19:04 Std. lief er als 12. in der M 40 die Ziellinie.

Auch der Halbmarathon in Koberstadt lockt immer wieder die Läuferszene an, obwohl es sich hierbei um eine schwer zu laufende Strecke handelt. Am 28.08. ließen sich vier Mitglieder unseres Vereins aber nicht davon abhalten und kehrten mit guten Ergebnissen zurück:

Helmut Groß    1:38:02 Std.       16. Platz M 40
Erika Ingerl   1:52:02 Std.        2. Platz W 65
Erika Schmid   1:54:39 Std.        3. Platz W 55
Rainer Schäfer 2:09:00 Std.      155. Platz M 35

Am 04.09. wurde in Kelkheim die gleiche Distanz gelaufen, zu der sich drei Teilnehmer angemeldet hatten.

Roman Lessmann 1:24:31 Std. 2. Platz M 45 Günther Fischer 2:09:44 Std. 02. Platz M 40 Birgit Schlosser 2:11:45 Std. 18. Platz W 40

Und noch als letzte Laufmeldung: Am 11.09. lief Thomas Spielmann 30 km in Pohlheim. Nach 2:36:09 Std. kam er ins Ziel und war 23. in der M 35.

Bei all den vielen Ergebnissen wollen wir aber nicht vergessen, auch die Gemeinschaft in unserem Verein zu pflegen. So hatten Helga und Hans wieder Haus und Garten für unser Sommerfest zur Verfügung gestellt, zu dem wir uns am 19. August trafen. Die Beteiligung war trotz der Ferienzeit sehr gut und wir ließen es uns bei Speis' (mitgebrachte Salate und vorzüglich gegrillte Steaks und Würstchen) und Trank (der gewonnene Kiedricher Wein wurde serviert) gut gehen. Die Bekanntgabe der Heirat von Susi und Hubert war natürlich die Sensation und ließ die Stimmung steigen. Gleichzeitig kündigte Christoph Scheibitz seine Hochzeit mit Susanne an und lud alle zum Polterabend ein. Am 10.09. fand die kirchliche Trauung in der Christuskirche in Nied statt. Auch an dieser Stelle Euch beiden nochmals Herzlichen Glückwunsch.

Auch Helga und Hans sei noch einmal für ihre Gastfreundschaft herzlich gedankt. Bleibt mir nur, Euch für die bevorstehenden Läufe, vor allen Dingen die geplanten Marathons, viel Erfolg und gute Gesundheit zu wünschen.

Eure Alice


Berichte Sport-Echo 2/2005

Liebe Läuferinnen und Läufer,

ab Anfang März beginnt bei uns die richtige Laufsaison, nachdem wir uns über die Wintermonate doch ein wenig zurückgehalten haben. Erste große Herausforderung nach dem Halbmarathon in Frankfurt (s. letztes Heft) war am 20.03. der Start in Friedberg zum 29. Internationalen Lauf "Rund um den Winterstein", wobei sich das halbe Dutzend LäuferInnen unseres Vereins die Strecke über 10 und 30 km geteilt hat, wie immer mit guten Ergebnissen. Leider konnte ich selbst nicht starten, da ich gerade eine fiebrige Grippe überstanden hatte.

10 km liefen:

Erika Schmid      51:03 Min.       1. Platz W 55
Marianne Ritter   56:39 Min.       1. Platz W 70
Josef Ritz        60:55 Min.       2. Platz M 70

Wirklich "rund" um den Winterstein - 30 km - liefen:

Roman Lessmann    2:04:36 Std.     6. Platz M 45
Helmut Groß       2:21:54 Std.    17. Platz M 50
Gertrud Jahn      2:55:10 Std.     1. Platz W 65

Am 09.04. startete Hubertus zum Ultramarathon (50 km) in Marburg. Nach 5:21:44 Std. kam er ins Ziel und wurde 21. in seiner AK M 45 .

Am 17.04. wagten sich zwei Männer von Oberursel-Hohemark über 10 km auf den Feldberg: Helmut Groß kam nach 59:52 Min. oben an und wurde 13. in der M 50. Hubertus Kraus benötigte 68:13 Min. und wurde 38. in der M 45.

Am 24.04. starteten ebenfalls zwei Männer beim Weiltalweg- Landschaftsmarathon: Roman Lessmann lief nach 3:01:47 Std. über die Ziellinie. Mit dieser Zeit belegte er in der M 45 den 5. Platz. Ingo Förtsch benötigte 4:24:11 Std. und wurde als 100. in der M 35 gewertet.

Helmut Groß lief an diesem Tag einen Halbmarathon in Hannover. Nach 1:33:19 Std. lief er über die Ziellinie und belegte in der M 50 den 15. Platz.

Unsere Damen entschieden sich am gleichen Tag für den Start in Groß- Krotzenburg und haben dort die Farben unseres Vereins würdig vertreten: Nach 10 km kamen ins Ziel:

Erika Schmid      50:26 Min.  1. Platz W 55
Marianne Ritter   56:13 Min.  1. Platz W 70

Gertrud Jahn lief den Halbmarathon (21,1 km) und wurde mit einer Zeit von 1:57:54 Std. 1. in der W 65.

Viel Zeit zum Erholen gab es nicht, denn schon am 05.05. rief das Höchster Kreisblatt zum Benefiz-Lauf für die Leberecht-Stiftung, den 7. HK-Kreisstadt-Lauf über 10 km. Auch wir waren mit einer großen Gruppe vertreten. Vorteil in diesem Jahr war, dass Petrus das richtige Laufwetter eingeschaltet hatte: angenehme Temperatur, kein Wind, kein Regen. Daher auch die guten Resultate:

Christoph Scheibitz  38:42 Min.     7. Platz M 30
Philip Kampa         48:16 Min.     7. Platz MSch
Hubertus Kraus       48:50 Min.    65. Platz M 45
Manfred Köhler       48:54 Min.    11. Platz M 60
Sabine Czyrt         50:49 Min.     8. Platz W 45
Gertrud Jahn         52:31 Min.     2. Platz W 65
Michael Teubner      54:40 Min.   126. Platz M 35
Alice Baumgart       55:33 Min.     3. Platz W 65
Marianne Ritter      55:55 Min.     1. Platz W 70
Susanne Beinert      58:05 Min.    37. Platz W 45
Monika Prinz         59:22 Min.    42. Platz W 45
Walter May           62:23 Min.    23. Platz M 65

Nur drei Tage später, am 08.05., gingen "3 Musketiere" in Mainz an den Start zum Gutenberg-Marathon. Norbert, Thomas und Frank liefen folgende Zeiten:

Norbert Rummel    3:25:31 Std.   119. Platz M 40
Thomas Spielmann  3:51:02 Std.   248. Platz M 35
Frank Waldschmidt 3:58:43 Std.   148. Platz M 30

Nur eine Woche später, am 14.05. startete der Schwanheimer Pfingstlauf, der auch in die Wertung zum Mainlauf-Cup fällt. Die Witterung war in diesem Jahr mieserabel. Kühle Temperaturen dazu teilweise heftige Regenfälle, die uns nicht nur von oben durchnässten, sondern auf der Strecke teilweise Schuhe und Strümpfe im Schlamm versinken ließen. Aber ein richtiger Läufer lässt sich nicht entmutigen, was nicht nur an der sehr starken Beteiligung unseres Vereins, sondern auch an den guten Ergebnissen abzulesen ist:

Roman Lessmann    37:50 Min.     3. Platz M 45
Norbert Rummel    40:47 Min.    12. Platz M 40
Erika Schmid      49:54 Min.     1. Platz W 55
Helmut Jannasch   51:31 Min.    16. Platz M 55
Dieter Bach       52:53 Min.     4. Platz M 65
Erika Ingerl      53:03 Min.     1. Platz W 65
Michael Teubner   53:14 Min.    37. Platz M 35
Barbara Teubner   53:14 Min.     8. Platz W 35
Gertrud Jahn      53:39 Min.     2. Platz W 65
Horst Waldhausen  55:48 Min.     9. Platz M 65
Alice Baumgart    56:06 Min.     3. Platz W 65
Margret Michels   56:33 Min.    12. Platz W 45
Marianne Ritter   56:36 Min.     1. Platz W 70
Günther Fischer   58:06 Min.    48. Platz M 40
Petra Schuster    63:48 Min.    13. Platz W 35
Markus Mechela    63:49 Min.    52. Platz M 40
Dr. Marian Calin  73:50 Min.    56. Platz M 40

Die Frauen-Mannschaft Erika Schmid, Erika Ingerl und Babsi Teubner belegte den 3. Platz.

Aus privaten Gründen hatten sich Hubert und Susi für einen Start in Grünstadt entschieden. Sie waren dort eingeladen, mussten aber vor der Kür erst die Pflicht absolvieren und dort auf eine 10 km lange Strecke gehen. Ihre Zeiten:

Hubertus Kraus    48:25 Min.   43. Platz M 40
Susanne Beinert   56:07 Min.    9. Platz W 40

Nachfolgend noch drei Berichte zum diesjährigen Rennsteiglauf, an dem nach einigen Jahren wieder Mitglieder unseres Vereins teilgenommen haben und der am 21.05.2005 gestartet wurde:

Gut Runst - Ein Bericht zum 33. GutsMuts-Rennsteiglauf (Marathon) von unserem neuen Mitglied Ingo Förtsch:

Alle 2 Jahre ist der Rennsteiglauf Pflicht. Dieses Jahr nicht als Saisonhöhepunkt, sondern im Rahmen der Vorbereitung auf einen Ironman. Rekorde waren also nicht zu erwarten. Eigentlich wollte ich mal den "langen" laufen, habe dann aber doch kalte Füße bekommen und mich für den Marathon mit seinen ungewöhnlichen 43,1 km angemeldet.
Samstag, 21.05.05, 6:00 Uhr: 10°C, leichter Regen - na prima, ob's oben wohl wieder schneit? Eigentlich war gar nicht so schlechtes Wetter angekündigt; zum Start sind es ja auch noch 3 Stunden Zeit. Gegen 8 Uhr kommt dann auch die Sonne raus und ich am Startgelände in Neuhaus an. Bei der Startnummernausgabe ist nicht viel los und ich bekomme alles sehr schnell. Umgezogen, abgeklebt und angeschmiert stehe ich gegen 8:30 Uhr auf dem Startplatz und lausche schunkelnd der zünftigen Blasmusik, die hier zur Tradition gehört. Das Stimmungsbarometer steigt mit jeder Minute. Die ganz alten Hasen des Rennsteiglaufes mit mehr als 30 Teilnahmen werden persönlich begrüßt. Es folgt die Begrüßung der teilnehmenden Nationen und Bundesländer. Thüringer, Sachsen und Brandenburger sind erwartungsgemäß deutlich in der Mehrzahl - die Hessen machen sich nicht so lautstark bemerkbar. Nach den obligatorischen kurzen Reden der Veranstalter und Sponsoren beginnt mit dem Rennsteiglied die heiße Aufwärmphase. Der ganze Platz schunkelt und singt, Hubschrauber kreisen in der Luft; eine vergleichbare Stimmung bei einem Marathonstart kann man wohl nur beim Medoc erleben. Nachdem um neun der traditionelle Schneewalzer verklungen ist, erfolgt der Startschuß und die Läufer werden mit den besten Wünschen und einem herzlichen "Gut Runst"- dem Rennsteiggruß - auf die Strecke geschickt.
Die ersten 5 km geht es zunächst durch Neuhaus und dann auf der B281 auf asphaltiertem Geläuf, den Rest läuft man "über Stock und Stein". Ich laß es, wie geplant, langsam angehen und möchte auf den letzten 5 km versuchen, schneller zu werden. Wichtig ist mir, relativ schmerzfrei zu bleiben. Der Lauf geht vorbei an Orten meiner Kindheit, ich schwelge wie jedesmal in Erinnerungen und löse mich dabei geistig fast von der Aufgabe. Die Uhr ist hier nebensächlich. Nach den Anstiegen zum Dreistromstein (km10) und nach Masserberg (km18.8, Zwischenzeitnahme) bleibe ich an der dortigen Verpflegungsstelle Turmbaude kurz stehen, um Nahrung aufzunehmen. Das Verpflegungskonzept der Rennsteiglaufes ist bemerkenswert. Neben den sonst überall angebotenen Bananen und Äpfeln gibt es Wurstbrote und auch Schleim. Viele Rennsteigläufer lieben diesen Schleim. Vor einigen Jahren hab ich's mal probiert - es muss nicht sein. Als Getränke stehen Wasser, warmer Tee, Cola, Bionade und Brühe zur Auswahl. Energieriegel oder Kohlehydratbomben sucht man hier vergebens - danke. Alles wird gut verteilt dargeboten, so daß sich nirgendwo Staus bilden. Die Organisation ist wieder mal hervorragend. Es sind auch viele Zuschauer unterwegs, die aus besten Kräften anfeuern.
Ich greife zu Wurstbrot und Tee und begebe mich wieder auf die Strecke. Jetzt geht's erstmal abwärts. Aber der nächste Anstieg zum Ersteberg lässt nicht lange auf sich warten. Hier denke ich schon mit Grausen an die kommenden Kilometer, denn bald kommt der Abstieg zur Schwalbenwiese bei dem auf 1,1 km 122 Meter Höhe überwunden werden. Diesen Hohlweg kann man eigentlich nur im Gänsemarsch absolvieren, da hier Enge, Wurzeln, Steine und Schlamm die Strecke prägen. Wie erwartet hat sich beim Einstieg auch schon ein Stau gebildet. Die meisten Läufer nehmen's gelassen und absolvieren diesen Abschnitt geordnet im Wanderschritt.
Das Wetter bleibt freundlich, kein Regen, etwa 20°C. Der morgendliche Regen hat den Boden aber teilweise gut durchgeweicht. Über Kahlert geht's nach Neustadt (km 30) zum nächsten Wurstbrot. Ab km 25 habe ich doch wieder diese Schmerzen im Knie und ich lege einige Gehpassagen ein. In Neustadt ist wie an allen Verpflegungspunkten eine Party im Gange. Hier sind auch alle Massageliegen belegt.
Über zwei kurze aber knackige Anstiege verläuft die Strecke weiter zum Dreiherrenstein (km 34). Der dortige "Einpeitscher" spornt die Läufer mit der Aussicht auf die nächste und letzte Verpflegungstelle in Frauenwald bei km 37,6 an - "Dort gibt's Bier". Aber ich weiß, jetzt geht's lange abwärts - ein Gruß an die Knie - und dann wieder richtig bergan. Dieser vorletzte Anstieg sieht auf dem Profil nicht so bedeutend aus, aber er kann einem erfahrungsgemäß die letzte Kraft rauben.
Meine Knie danken mir die Gehpassagen. Nach 4:10 h bin ich in Frauenwald und greife zum Bier. Natürlich ist es heute alkoholfrei - das war auch schon anders.
Ab jetzt laufe ich wieder durch. Die Strecke ist nicht mehr schwer, nochmal sanft bergauf und dann bis Schmiedefeld leicht, dann steiler bergab. Ich sehe auch wieder Läufer, die mich schon lange überholt hatten und fühle mich gut.
Dieser Marathon ist nicht nach 42,195 km zu Ende. Es kommt noch ein richtiger "Hammer" - der Schlussanstieg zum Sportplatz. Nach dem Bahnübergang scharf links und da steht er. Ich ziehe mein Trikot glatt und setzte ein Lächeln auf. Jetzt nochmal beißen. Ab der Hälfte stehen die Zuschauer Spalier und jubeln. Ich bekomme hier immer eine "Gänsehaut".
Nach 4:38 h komme ich ins Ziel. Da ich hier schon 3:55 h gelaufen bin, ist das wohl keine Glanzleistung. Die hatte ich auch nicht erwartet. Die Siegerzeiten liegen bei 3:15 h (weiblich) und 2:43 h (männlich).
Ich hole meinen Kleiderbeutel und suche im Getümmel meinen Bruder, dessen Gastfreundschaft ich an diesem Wochenende genieße. Heute abend wird gegrillt und ich freue mich auf Bratwurst und Bier. Der Rennsteiglauf bleibt für mich im Pflichtprogramm. Ich hoffe, mich irgendwann zu überwinden, und auch mal in Eisenach zum "langen Kanten" zu starten.

Fakten zum Rennsteiglauf (Marathon):

  • sehr gut organisiert
  • schwierige Strecke
  • gute Verpflegung
  • gute medizinische Betreuung
  • von Schneefall bis brütende Hitze, alles ist möglich
  • moderate Meldegebühr
  • Rückfahrmöglichkeit nach Neuhaus mit Sonderbus
  • Internet: www.rennsteiglauf.de

Und nachfolgend die Eindrücke von Susi und Hubert über die lange bzw. Halbmarathon-Distanz:

"The long way" zum Langen Kanten, von Eisenach nach Schmiedefeld über 72,7 km

Es begann eigentlich mit dem Gedanken, im Juni 2005 beim 100 km-Lauf in Biel (Schweiz) an den Start zu gehen. Doch es kam alles anders als man denkt, denn bei der Marathon-Messe in Frankfurt wurden wir von Martina Ramthun aus Hamburg, einer guten Bekannten aus Nordseelauf und Brüder Grimm Lauf angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, beim Rennsteiglauf mitzumachen, schließlich

  • wären im bereits komplett von ihrem Verein aus Hamburg gebuchten Hotel in Zella-Mehlis noch Zimmer frei, wovon wir eines bekämen,
  • der Rennsteig wäre um 27 km kürzer als der Hunderter in Biel, also nur 73 km,
  • könnte Susi am Rennsteig auch einen Halbmarathon laufen.
Gesagt - getan, innerhalb von zwei Minuten gaben wir unsere Zusage, doch es kam dann drittens schlimmer als man denkt. Ein Muskelfaserriss während der Ausbildung zum C-Trainer Leichtathletik im November 2004 beim Absolvieren von für uns Marathonläufer nicht affinen Bewegungsabläufen erzwangen eine mehrwöchige Pause. Kaum wieder gut trainiert, beim 50 km-Ultra in Rodgau ein tollen 35 km - Test absolviert, kam dann der City-Halbmarathon in Frankfurt Anfang März. Hier zwangen Kälte und Wind nach ca. 8 km (!) die Muskeln zu einem weiteren Aussetzen.

Doch ein Sportorthopäde und auch Frankfurts wohl berühmtester Marathonläufer, Kurt Stenzel, sagten mir, weiterlaufen, weiterlaufen, weiterlaufen. Ich wollte dies nicht wahrhaben, Susi zwang mich dann zu einem Lauf über ca. 2,5 km und ich war völlig fertig. Am nächsten Tag waren die Verspannungen im Oberschenkel nahezu weg und siehe da, es wurde mit jeder Massage, jeder Fango besser. Schließlich konnte ich bei den Deutschen Ultramarathonmeisterschaften über 50 km Anfang April in Marburg an den Start gehen. Die Muskulatur hielt und ich erreichte das Ziel..

Einige lange Läufe über 25 bis 35 km waren erforderlich, es kamen noch zwei extreme Läufe durch das Bergland von Mallorca (47 km und 36 km) hinzu, selbstverständlich auch der Feldberglauf mit sofort anschließenden Trainingslauf vom Feldberg über Königstein ins Neufeld, schließlich ist der Thüringer Wald nicht gerade eben, sondern ca. 1500 Höhenmeter bergauf und ca. 900 Höhenmeter bergab erwarten die LäuferInnen beim Langen Kanten.

Im Vorfeld hatte ich schon einige Zeitvorgaben mir gesetzt und auch öffentlich kundgetan: Ich wollte um 8 Std. 30 min laufen, bei optimalen Verlauf gar 8 Std., eine Zeit über 9 Std. wäre als schlecht einzustufen.

Am 21.05.2005 war es dann soweit, sechs Teilnehmer unserer Läufergemeinschaft aus Hamburg und Frankfurt mussten um 2.45 Uhr früh aufstehen, frühstücken, zur Abfahrtsstelle des vom Veranstalter organisierten Transfers gehen, wo der Bus um 3.45 Uhr nach Eisenach abfahren sollte. Die Fahrt dauerte über eine Stunde und umso näher wir an den Startort kamen, umso mehr regnete es. Wir erfuhren, dass es hier schon die ganze Nacht regnete. In unserem Übernachtungsort in Zella-Mehlis hingegen war es am Tag zuvor warm und sonnig und trocken. Und auch zum Zeitpunkt unserer Abfahrt war es angenehm warm und trocken.

Selbst weit weg von Frankfurt sieht man bekannte Gesichter im Startfeld, Andreas Kroh von der LG Rossbach-Rodheim, Ilse und Alfred Horn vom Ginnheimer Lauftreff, Gritt Seidel, eine Berliner Läuferin und in Nied wohnend, Stephan Rainer vom TV Stierstadt, Andreas und Petra Hasenstab vom TV Goldbach, um nur einige zu nennen

Petrus hatte kurz vor Startbeginn ein Einsehen mit uns Läufern, der Regen hörte auf und durch den Startschuss des OB der Stadt Eisenach, unter dem Gedröhne der Hubschrauber mit den TV-Filmteams an Bord und unter Beifall der Neugierigen, Frühaufsteher oder Spätheimkehrer verließen wir - das waren ca. 1800 Teilnehmer, die sich auf die 73 km machten - die Stadt. Es dauerte gar nicht lang, keine 10 Minuten, waren wir im Wald und es begann der ewig lange Anstieg.

Nach etwa 7,5 km erreichten wir endlich den "Rennsteig", der von Hörschel nach Blankenstein über ca. 170 km verläuft. Die Laufwege sind teilweise beschwerlich, teilweise mit großen Steinen übersäht, nicht umsonst spricht man von Europas größtem Cross-Lauf. Durch den Regen in der Nacht herrschte außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Auf den ersten 25 Kilometer ging es fast nur bergan, von 210 m über NN in Eisenach zum Großen Inselberg auf 916 m über NN.

Die Verpflegung unterwegs ( und auf der ganzen Strecke) war und ist außergewöhnlich:

  • Butterbrot mit Schnittlauch
  • Schmalzbrot mit Schnittlauch
  • Weißbrot mit Käsescheiben
  • Weißbrot mit Salami und sie hat mir gut getan.
Nachfolgend geht es auf 1,5 km 170 Höhenmeter steil bergab, zum Teil auf schmierigem Untergrund und nun verbleibt man ungefähr für ca. 20 km auf dieser Höhe. Bei km 37,5 erreicht man dann die Ebertswiese, wo man einen ganz besonderen Verpflegungspunkt vorfindet. Beim Einbiegen in die Verpflegungsstelle wird man eingezählt und erfährt, dass man an 1081. Stelle im Feld sich befindet. Welch ein Service und die Gewissheit, dass noch weitere ca. 700 Läufer hinter einem sind.

Hier werden "Wiener Würstchen" angeboten und der berühmte Haferschleim mit Blaubeerengeschmack. Im Gegensatz zu Ingo Förtsch, der wie er ein seinem Bericht über den Marathon schreibt, davon Abstand genommen hat, muss ich sagen, er hat sehr, sehr gut geschmeckt.

Kaum diese Stelle hinter sich gelassen, da kam plötzlich ein starker Regen auf, der fast 1 Std. andauerte, es wurde kalt, Nebel kam hinzu, starke Winde machten das Laufen schwer und schwerer. So schnell wie der Regen kam, so schnell ging er wieder und als wir den berühmten Grenzadler in Oberhof erreichten, wurde es wieder wärmer. Hier war eine Zwischenzeitnahme und wer hier aussteigen wollte oder konnte oder musste, hier war die Möglichkeit.

Mir ging es bisher so gut, dass ich daran gar nicht dachte, aufzuhören, vielmehr gab es noch den schweren Anstieg zum Großen Beerberg, der höchsten Erhebung des Laufes auf 973 m über NN bei km 62. Irgendwann tauchte dann plötzlich das Schild auf, dass man jetzt den höchsten Punkt des Laufes passiert habe, aber wo war der Anstieg? Ich nahm ihn gar nicht wahr oder es gab keinen? Jedenfalls ab hier begann der Abstieg nach Schmiedefeld auf 711m über NN.

Ich hatte mir meine Kräfte - ganz sicher unbewusst - sehr gut eingeteilt, so dass ich wieder an die Läufermathematik dachte. Läufermathematik, was ist das? Die Antwort: Wie viele LäuferInnen kannst du jetzt bis zum Ziel einholen. Das macht Spaß. Also setzte ich mir ein Ziel -- 20 sollten es schon werden, schließlich war das Feld weit auseinander gezogen und Abstände zwischen einzelnen Läufern betrugen 100, 200 und mehr Meter.

Es ging bergab, die Beine waren locker, und bald hatte ich das gesteckte Ziel erreicht, die ersten 20 waren hinter mir, ich setzte mir weitere Ziele, da vorne waren zwei , die bekommst du auch noch, und diesen Läufer auch noch, und jene und…

Eine Läuferin vom letztjährigen Nordseelauf erkannte ich ebenfalls, zu der wollte ich noch auflaufen, auch das schaffte ich ca. 3 km vor dem Ziel. Man hörte schon von weitem den Stadionsprecher im Zielort Schmiedefeld, bald ist es geschafft. 73 km durch Wald und Feld, ca. fünfmal mussten wir eine Straße überqueren, keine Orte oder Dörfer - außer am Start und Ziel! Laufen und eins sein mit der Natur.

Die letzte kleine Anhöhe, auf vielleicht 50 m 2 m hoch, das schaffte ich nicht mehr im Laufen, ich musste gehen und als ich da "oben" war, ging es nur noch 500 m runter ins Stadion, ich schaltete meine während des gesamten Laufes mitgenommene Digitalkamera auf Video und nahm die letzten Meter als Film auf. Von weiten erkannte ich meine Susi, welche hinter dem Ziel riesige Freudensprünge vollführte und dann war mein erster wirklich langer Lauf nach ca. 8.35 Std geschafft und als 851. nach der inoffiziellen Wertung kam ich ins Ziel. Glücklich fiel ich ihr in die Arme. Unsere Hamburger Jungs und Mädels klatschen mich ab und ich freute mich auf mein schwer verdientes Finisherhemd, auf das Köstrizer-Bier und auf eine leckere Thüringer Bratwurst.

Ja, ich hatte mir einen weiteren Traum erfüllt, ich hatte ein weiteres Ziel geschafft. Vor ca. 10 Jahren war ich nicht in der Lage, 100 m zu rennen, zu unsportlich und zu dick war ich gewesen und jetzt träume ich weitere Träume und mit mir träumt Susi.

Umso bemerkenswerter war im Nachgang dazu die Erkenntnis, dass ich meine persönliche Leistungsfähigkeit vorher sehr gut eingeschätzt habe, schließlich waren nur 5 Minuten Unterscheid zu meiner anvisierten Sollzeit und ich versprach mir, hierher komme ich wieder zurück, um wieder den Langen zu machen.

Susis Halbmarathon von Oberhof nach Schmiedefeld

Mein Halbmarathon war gespickt von logistischen Problemen und anderen Dingen. Ich wurde zwangsweise wach, als Hubert um 2.45 Uhr aufstehen musste, um zu seinem Ultramarathon zu gelangen. Bis ich wieder einschlief, war es fast 4.00 Uhr und um 5.30 musste ich selbst aufstehen, denn unser Start war bereits um 7.30 Uhr. Pünktlich um 6.30 Uhr war ich mit fünf weiteren Läuferinnen und drei Wanderern unserer Laufgemeinschaft an der Busabfahrtsstelle, weitere 30 Personen warteten ebenfalls, es kam kein Bus vorbei.

Nach 30 Minuten kam doch ein Bus, der war aber ausschließlich nur mit Offiziellen, Wettkampfrichtern, usw. besetzt und mitnehmen wollten diese uns nicht. Erst auf Aufforderung wurde uns von diesen eine Telefonnummer mitgeteilt, an die wir uns wandten. Wir wurden dort vertröstet mit den Worten: "Es wird sich gekümmert."

7:10 Uhr: Noch immer kein Bus!
Zwischenzeitlich fuhren einige Läufer mit Privat-PKW´s nach Oberhof, andere versuchten als Anhalter weiterzukommen. Ein weiteres Problem war, dass Oberhof vom Straßenverkehr abgeschnitten war, nur offizielle Busse mit Rennsteigteilnehmern konnten in den Ort gelangen.

Ein weiterer Anruf bei der Telefonnummer: "Es wird sich gekümmert" 7:20 Uhr Aufatmen, endlich kommt ein Bus, nimmt uns alle mit. Der arme Busfahrer, mit stoischer Gelassenheit ertrug er die Schimpftiraden und versprach alles zu tun, damit wir zum Start kommen können. ---- Pustekuchen --- Schneller fahren ging nicht, ein schwer beladener Holzlaster fuhr langsam die Straße nach Oberhof hoch. Und dann: Die Straße war durch die Polizei abgesperrt, denn um 7:30 Uhr startete der Halbmarathon und die ersten drei km wurden auf der Straße zurückgelegt, um dann am Rondell Oberhof auf den Rennsteigweg einzuschwenken.

Wir hatten schon aufgegeben, als ein Polizist zu uns kam und sagte, zieht euch hier um, lauft zum Start (3 km gegen die Laufrichtung der Halbmarathonis !!!), ihr könnt bis 8:00 Uhr die Startlinie passieren und somit die Chipwertung auslösen. Gesagt - getan, Umzug im Bus, die Wanderer übernahmen unsere Kleiderbeutel, um diese im Startbereich abzugeben, welche dann ins entfernte Schmiedefeld transportiert werden mußten. Wir liefen nun gegen ca. 6000 Läufer, die uns für bekloppt hielten, schließlich war das Ziel in der anderen Richtung!!! "Ihr lauft verkehrt" , Falsche Richtung", ich konnte es nicht mehr hören.

7:53 Uhr: Startlinie passiert, Zeitnahme ausgelöst und dann dem Feld hinterher hechelnd. Wir hatten dann das Problem, dass auch Wanderer und Nordic-Walker in großen Pulks auf dem gleichen Weg unterwegs waren und wir folglich Slalom laufen mussten.

Nach ca. 6 km hatten wir endlich die ersten Läufer eingeholt. Ein tolles Gefühl, jetzt einen nach dem anderen zu überholen und dabei sich sagen zu können, ihr seit ja schon 15 - 20 Minuten länger unterwegs als wir. Wir müssten nahezu die gleiche Strecke laufen wie Hubert auf seinen letzten 15 Km, also auch den höchsten Punkt. Auch ich nahm diesen angeblichen heftigen Anstieg nicht wahr. Es ging nur noch bergab. Meine Oberschenkel waren vom ewigen Abwärtslaufen zum Platzen gespannt, bergauf was es vorher wesentlich einfacher gewesen. Nach 2:38 Bruttozeit, also gewertet ab Startschuss kam ich in Ziel, hiervon ist die ca. 23 min spätere Überquerung der Startlinie abzuziehen.

Im Ziel fanden wir unsere Kleiderbeutel nicht vor, warten und frieren war angesagt, schließlich war es kurz nach 10:00 Uhr morgens. Dann, gegen 12:00 Uhr wurden unsere Beutel von der Polizei abgeliefert und endlich konnte ich mich umziehen. Und dann begann das Warten auf Hubert, der nach seiner persönlichen Einschätzung gegen 14:30 Uhr eintreffen wollte.

Auch ich weiß, ich komme trotz aller widrigen Umstände nächstes Jahr wieder, dann werde ich aber beim Marathon antreten. Und jetzt freue ich mich mit Hubert auf unser nächstes Laufevent, die "Tour de Nordsee", die Läufe beim Nordseelauf 2005.

Und wenn Ihr diese Berichte gelesen habt, werden Susi und Hubert auch diesen Lauf bereits hinter sich gebracht und ihren angehängten Urlaub an der Nordsee verbracht haben.

Auch Euch "Rest der Laufgruppe" wünsche ich einen schönen und erfolgreichen Sommer mit erlebnisreichen Läufen, erholsamem Urlaub und vergesst dabei nicht die Geselligkeit, die ebenfalls zu einer Sport"gemeinschaft" gehört. In diesem Sinn alles Gute

Eure Alice


Berichte Sport-Echo 1/2005

Liebe Läuferinnen und Läufer,

für diejenigen von Euch, die bei Susi und Hubertus den Nikolausumtrunk nicht mitmachen konnten, möchte ich sagen, dass Ihr wirklich etwas versäumt habt. Es war eine äußerst lustige und diskussionsfreudige Runde, zumal Läufer und Läuferinnen zusammenkamen, die sich nicht so oft bei Training oder Wettkämpfen sehen, bzw. die aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen können, der Gruppe aber immer noch verbunden sind. Susi und Hubert an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die gute Bewirtung. Auch unsere Weihnachtsfeier war sehr harmonisch, hätte aber noch etwas besser besucht sein können. In der Weihnachtszeit gibt es eben zu viel Termine, die wahrzunehmen sind.

Also trafen wir uns nach den vielen "fetten" Feiertagen am 31.12.2004 bei Spiridon zum Silvesterlauf am Waldstadion. Die Deutsche Sportschule hatte dankenswerterweise Räume und Duschen für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt, so dass wir nach dem Wettkampf die Möglichkeit hatten, noch in gemütlicher Runde auf das Jahresende und die zuvor erzielten guten Ergebnisse, die über die 10 km erreicht wurden, anzustoßen:

Christoph Scheibitz  37:31 Min.    11. Platz M 20
Roman Lessmann       37:36 Min.     4. Platz M 45
Frank Waldschmidt    48:46 Min.    90. Platz M 30
Thomas Spielmann     49:39 Min.   166. Platz M 35
Erika Schmid         50:07 Min.     3. Platz W 55
Michael Teubner      55:50 Min.   225. Platz M 35
Gertrud Jahn         56:37 Min.     2. Platz W 60
Alice Baumgart       57:10 Min.     3. Platz W 65
Margret Michel       57:29 Min.    38. Platz W 45
Horst Waldhausen     61:33 Min.    30. Platz M 65

Am 22. Januar 2005 fand in Rüsselsheim der 3. Lauf zur Winterlaufserie über 10 km statt. Wie immer, waren alle Beteiligten mit ihren Ergebnissen zufrieden:

Helmut Groß       44.11 Min.      7. Platz M 50
Sabine Czyrt      49:24 Min.      5. Platz W 45
Erika Schmid      50:06 Min.      1. Platz W 55
Gertrud Jahn      52:54 Min.      1. Platz W 65
Susi Beinert      54:32 Min.     10. Platz W 45
Alice Baumgart    56:04 Min.      2. Platz W 65
Horst Waldhausen  57:40 Min.      5. Platz M 65
Josef Ritz        57:52 Min.      3. Platz M 70
Marianne Ritter   58:32 Min.      1. Platz W 70

Mannschaftswertung:
Herren: Helmut, Horst und Josef  2:39:43 Std.    22. Platz
Damen I: Sabine, Erika, Gertrud  2:32:34 Std.     4. Platz
Damen II: Susi, Alice, Marianne  2:49:08 Std.     6. Platz

Serienwertung für drei Läufe 10, 15 und 10 km:
Erika Schmid:     2:55:28 Std.      1. Platz W 55
Susi Beinert      3:17:54 Std.      3. Platz W 45
Marianne Ritter   3:19:56 Std.      1. Platz W 70
Josef Ritz        3:32:34 Std.      2. Platz M 70

Die erste große Herausforderung im neuen Jahr ist Anfang März, in diesem Jahr am 06.03., der Halbmarathon (21,09 km) in Frankfurt, der von Spiridon organisiert wird und der, seit das Waldstadion umgebaut wird, am Nordwestzentrum startet, in Richtung Innenstadt führt. Dort wird eine Schleife gelaufen und es geht wieder zurück zum Nordwestzentrum. Keine einfache Strecke, denn beim Laufen merkt man, dass es in Richtung Norden immer stetig bergauf geht nicht nur über die vielen Brücken.

Bei doch sehr frostigen Temperaturen und etwas eisigem Wind machten sich mit den ca. 2.400 Läuferinnen und Läufern auch "die Nieder" mit auf den Weg und waren, wie immer, recht erfolgreich. Wir Frauen standen wieder zahlreich auf dem Treppchen und erhielten neben der obligatorischen Urkunde als Anerkennung für die Leistung auch einen Warengutschein. Eine nette Geste vom Veranstalter. Nachfolgend die Ergebnisse:

Christoph Scheibitz     1:24:50 Std.     17. Platz M 30
Roman Lessmann          1:25:35 Std.      9. Platz M 45
Thomas Spielmann        1:45:51 Std.    211. Platz M 35
Frank Waldschmidt       1:48:45 Std.    154. Platz M 30
Erika Schmid            1:50:41 Std.      1. Platz W 55
Gertrud Jahn            1:54:24 Std.      1. Platz W 65
Alice Baumgart          2:02:22 Std.      3. Platz W 65
Marianne Ritter         2:04:45 Std.      1. Platz W 70
Margret Michel          2:04:47 Std.     49. Platz W 45
Susanne Beinert         2:05:02 Std.     50. Platz W 45
Michael Teubner         2:13:52 Std.    399. Platz M 35
Monika Prinz            2:25:15 Std.     71. Platz W 45

Da kann ich Euch für die bevorstehende Laufsaison nur alles Gute wünschen. Bleibt von Verletzungen verschont bzw. kuriert sie recht bald aus. Es ist immer wieder schön, in einer größeren Gruppe die Farben unseres Vereins bei vielen Veranstaltungen zu vertreten.

Eure Alice


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