Logo SG Nied -

© 1995-2020 Uwe Logemann

9583 Zugriffe
Seit: 1.1.2006

aktualisiert am 28.3.2011

Berichte aus der Langlauf-Gruppe aus dem Jahr 2004

Auf dieser Seite finden Sie Berichte unserer Langlauf-Gruppe. Ursprünglich wurden sie für unser Vereins-Pressorgan, das Sport-Echo geschrieben. Sofern nicht anders angeben entstammen die Berichte unserer Langlauf-Pressewartin Alice Baumgart.


Berichte aus dem Jahr: [ Aktuell | 2004 | 2003 ]

Sport-Echo Ausgabe: [ 01/2004 | 02/2004 | 03/2004 | 04/2004 ]


Berichte Sport-Echo 4/2004

Liebe Läuferinnen und Läufer,

es gibt wieder über viele gute Ergebnisse aller Läuferinnen und Läufer bei den verschiedenen Starts im Herbst zu berichten, so dass ich mich nicht mit einer langen Vorrede aufhalten will.

Es wurden wieder fleißig Punkte für den Main-Lauf-Cup gesammelt, an dem sich ganz intensiv unsere beiden Erika's (Ingerl und Schmid) beteiligen. Am 05.09. starteten sie in Mühlheim-Dietesheim über 10 km und liefen in ihren Altersklassen jeweils auf den 1. Platz. Erika Ingerl kam nach 48:50 Min. ins Ziel und Erika Schmid nach 51:51 Min.

Zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Marathonläufe im Herbst dient auch uns u.a. der Hugenottenlauf in Neu-Isenburg, der in diesem Jahr am 19.09. zum 28. Mal ausgetragen wurde. Die 10 km-Strecke zählt zum Main-Lauf-Cup, leider in diesem Jahr ohne Beteiligung unseres Vereins. Auf die Halbmarathonstrecke über 21,1 km gingen neben unserem Langlaufleiter noch vier Läuferinnen, alle mit guten Ergebnissen:

Hubertus Kraus    1:42:06 Std.    44. Platz M 45
Alice Baumgart    1:57:32 Std.     2. Platz W 65
Gertrud Jahn      1:59:01 Std.     3. Platz W 60
Susanne Beinert   2:05:09 Std.    16. Platz W 45
Margret Michel    2:08:20 Std.    19. Platz W 45

Nur eine Woche später, am 25.09., wurden wieder Punkte für den Main-Lauf-Cup gesammelt und zwar in Rosbach-Rodheim, bei dem Babsi Teubner mit einer Zeit von 48:38 Min. 2. in ihrer Altersklasse W 35 wurde und Erika Ingerl mit 50:13 Min. auf Platz 1 in der AK 60 lief.

Helmut Jannasch war an diesem Wochenende auf dem Weg nach Berlin, um dort beim Marathon zu starten. Nachfolgend sein Bericht zum gelungenen Lauf:

"Am 25. und 26. September 2004 wurde der 31. Berlin-Marathon ausgetragen und ich wollte diesmal dabei sein. Ihr werdet Euch fragen, warum Berlin? - Dazu folgendes. Im Oktober 2002 wurde ich von Hubertus Kraus angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, den 1. Weiltal-Landschaftsmarathon von Arnoldshain nach Weilburg mitzulaufen. Der war erst im April 2003 und da bleibt genug Zeit, sich darauf vorzubereiten. Meine anfängliche Skepsis verflog, als ich hörte, dass noch 4 weitere "Marathon-Neulinge" mitmachen würden. Außerdem erklärte sich Hubertus bereit, uns als "Cheftrainer" mit Trainingsplan und Spezialtrainingseinheiten für den Marathon fit zu machen und den Marathon auch mitzulaufen. Nach einigen Monaten des Trainings, mit Höhen und Tiefen, war es dann soweit. Der erste Marathon. Nach dem Start sagte ich zu mir: Wenn ich diesen Marathon gut überstehe, werde ich meinen nächsten in Frankfurt und danach in Berlin laufen. Ich habe Weiltal gut überstanden und den Frankfurter im letzten Jahr auch und so kam es, dass dieses Jahr - als letzter - der Berliner Marathon an der Reihe war. In Berlin angekommen, holte ich mir in den Messehallen am Funkturm die Startunterlagen ab und machte einen Rundgang über die Marathon- und Sportmesse. Bereits am Samstag um 10.00 Uhr machten sich bei schönem Wetter ca. 8000 Inliner auf den Weg und zogen die Zuschauer in ihren Bann. Sieger bei den Männern wurde Roger Schneider in 1:04:43 Std. und bei den Frauen gewann Cecilia Baena in 1:17:08 Std.

Leider meinte es der Wettergott am Sonntag nicht so gut mit mir und den fast 30000 Läufer, Rollstuhlfahrer, Handbiker und Walker. Starke Bewölkung mit Regen hieß es im Wetterbericht. Na prima! Hoffentlich regnet es nicht auf der ganzen Strecke, dachte ich. Um 9.00 Uhr war der Start. Da hieß es um 6.00 Uhr aufstehen, Fahrt mit U- und S-Bahn (ca.30 min.) zum zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt gelegenen Startgelände. Es fing an zu regnen. In den Startbereich konnten aus Sicherheitsgründen nur diejenigen gelangen, die im Besitz einer offiziellen Startnummer waren. Da hieß es sich von meinem Bruder verabschieden, der in Berlin lebt und mich an der Strecke anfeuern will. Noch schnell ein Bild gemacht und ab zur Kleiderabgabe. Über 90 LKWs waren zur Kleideraufbewahrung bereitgestellt und mit den betreffenden Startnummern gekennzeichnet. Jetzt noch ein wenig warmlaufen und dann zur Startaufstellung auf der Straße des 17. Juni. Um 8.40 Uhr starteten die Rollstuhlfahrer/innen und 10 min. später, die Handbiker/innen. Dieses Jahr waren, wegen der Paralympics in Athen, weniger Spitzenathleten an den Start gegangen als im letzten Jahr.

Die Startaufstellung erfolgte, nach der angegebenen Bestzeit der Läufer, in 8 Blöcken (A-H). Um eine gewisse Entzerrung auf der gesamten Laufstrecke zu sorgen, wurden 3 Blockstarts (A-E, <2:20 bis 3:35Std.), F-G, 3:35 bis 4:15Std.) und (H, >4:16Std.) durchgeführt, was ich besonders gut fand. So kam ich auch einmal in den Genuss, bei einem der größten Stadt-Marathons der Welt, ganz vorne zu stehen. (Wenn auch nur beim 3. Blockstart H). Fast 18 min nach dem ersten Startschuss lief ich über die Zeitmess-Matte. Es ist gigantisch, wie knapp 29000 Läufer in Richtung Siegessäule liefen. Trotz des ungemütlichen Herbstwetters waren rund 1 Million Zuschauer an der Strecke und verwandelten die Stadt in eine 42 km lange "Partymeile". Eine gute Stimmung unter den Zuschauern war bei Kilometer 17 in Kreuzberg. Aus Lautsprechern dröhnte Musik und es wurden die Läufer mit Trillerpfeifen und Getrommel auf Töpfen heftig angefeuert. Ab Kilometer 25 und danach alle 5 km bestand die Möglichkeit sich auf Feldbetten massieren zu lassen, die auch etliche Läufer/innen in Anspruch nahmen. Wir wurden mit Trinkwasser, Tee, Gatorade und Obst alle 5 km von zahlreichen Helfern bestens versorgt. Richtig eingeheizt wurde uns nach fast 28 Kilometer am sogenannten "Wilden Eber". Dort gaben Cheerleader mit ihren Tänzen und die Anfeuerungsrufe der Zuschauer uns wieder Antrieb die letzten 14 Kilometer durchzuhalten und ließen meine beginnenden Beschwerden in den Oberschenkeln in Vergessenheit treten. Die Strecke verlief am Kurfürstendamm und an der Gedächtniskirche vorbei in Richtung Tauenziehnstraße. Einige Läufer/innen konnten die letzten Kilometer nur noch gehend bewältigen andere mussten aufgeben. Ich sagte zu mir, nur noch 5 km bis zum Ziel, die schmerzenden Oberschenkel ignorieren und durchhalten. - das schaffst du. Dann endlich die Straße Unter den Linden mit Blick auf das Brandenburger Tor, das Ziel ist nicht mehr weit. Ich laufe durch das Brandenburger Tor und dann sind es nur noch wenige Meter bis ins Ziel. Die Tribünen sind voll mit jubelnden und klatschenden Menschen und aus den Lautsprechern höre ich den Hit "That's the way - ahaa - I like it" als ich nach 4:21:20 Std. über die Ziellinie lief. - Ich war so froh und glücklich es mal wieder geschafft zu haben. Im Ziel bekam ich noch die Medaille von einem netten Mädchen umgehängt. Auf der Vorderseite der Medaille das Portrait von Paul Tergat, der Kenianer hatte letztes Jahr in Berlin in Weltbestzeit von 2:04:55 Std. gewonnen. Die Rückseite zeigt den Zieleinlauf, das Brandenburger Tor. In diesem Jahr hat Felix Limo in 2:06:44 bei den Männern und Shibui Yoko in 2:19:41 bei den Frauen gewonnen. Die Berliner nahmen auch Abschied von zwei großen deutschen Marathon-Läuferinnen die in Berlin den letzten Marathon Ihrer Karriere liefen, nämlich Sonja Oberem in 2:26:53 und Kathrin Wessel in 2:38:24 Std. Abends im ICE nach Frankfurt legte ich meine müden Beine hoch und ließ meine Eindrücke des Marathons noch einmal in Gedanken vorbeiziehen. Der Berliner Marathon - ist schon ein besonderes Erlebnis."

Helmut Jannasch an der Gedächtniskirche Helmut Jannasch an der Gedächtniskirche

Am gleichen Tag (26.09.) machten sich Susanne Beinert und Frank Waldschmidt auf zum Altkönig-Lauf in Kronberg. Beide starteten über 10 km. Frank kam nach 47:55 Min ins Ziel und wurde 10. in der M 30, Susanne überlief die Ziellinie nach 55:53 und war 2. in der W 45. Hubert lief die lange Distanz über 20 km und wurde 10. in seiner Altersklasse M 45 mit einer Zeit von 1:38:43 Std

Er hatte diesen Lauf zum Test für seinen Start beim München-Marathon am 10.10. genutzt. Nachfolgend sein Bericht zum diesem Lauf:

"Wo lauf ich im Herbst 2004 einen Marathon? Diese Frage stellte ich mir im Frühjahr dieses Jahres, denn nach dreimal Berlin, viermal Frankfurt reizten diese Städte nicht mehr und schließlich habe ich im letzten Jahr als Streckensprecher und Moderator beim Frankfurt-Marathon eine "neue Karriere" begonnen (siehe hierzu auch Bericht "Beschallungsanlage" an anderer Stelle im Sportecho), so dass Frankfurt alleine schon deshalb nicht in Frage kam. Köln-Marathon - hier stören z. T. 30-minütige Wartezeiten bis zum Überschreiten der Startlinie, Karlsruhe kannte ich aus dem Jahre 2002, Essen wollte ich nicht, also nach München, zurück in mein weiß-blaues Heimatland.

Doch der berühmte weiß-blaue Himmel empfing uns nicht am Anreisetag, sondern strömender Regen, so dass ich eigentlich wieder heimreisen wollte. Meine Lebensgefährtin Susi Beinert wurde in den letzten Wochen vor dem Marathon in die genaue Planung der Unterwegsverpflegung eingebunden, schließlich wollte ich wieder mal an meine Bestzeit von 3:35 Std. heranlaufen oder gar verbessern. Die Spezialverpflegungspunkte waren bei km 14, 27 und 36 km vorgesehen, nicht nur aus Coca-Cola bestehend, sondern auch Küsse sollten zur Leistungssteigerung bzw. -erhaltung beitragen.

Am Samstagnachmittag trafen sich zur letzten Kohlenhydrataufnahme Läufer aus Süd und Nord (alle sind Bekannte von uns) von Lübeck über Frankfurt bis Markt Indersdorf. Ja, die Läuferwelt wird immer größer oder kleiner, je nach Betrachtungsweise.

Am Sonntag wurden wir pünktlich um 10.00 auf den Weg geschickt. Das Wetter hatte sich über Nacht schwer gebessert, es regnete nicht mehr, Temperaturen um 12 bis 14 Grad, kein Wind, tolles Läuferwetter dachte ich. Ich hatte auch eine sehr, sehr gute Läufergruppe erwischt, die mit km-Zeiten von 4:57 bis 5:05 unterwegs war, so konnte ich die beiden ersten Treffpunkte mit Susi bei km 14 und 27 genau nach Zeitplan erreichen. Unterwegs wurde ich noch vom Van-Man von RunnersPoint, der berühmte Streckensprecher Jochen Heringhaus, erkannt und persönlich über Lautsprecher begrüßt.

Die Zuschauermassen, von denen im Vorfeld in Reportagen immer die Rede war, fanden sich nur an einigen exponierten Stellen (Leopoldstraße, Odeonsplatz, Marienplatz, und dann am Anfang des Englischen Gartens). Immer noch auf Bestzeitkurs, musste nunmehr dieses Münchner Wahrzeichen durchlaufen werden, ca. 8 km und ab hier, nicht nur durch die hohe Feuchtigkeit bedingt, fiel auch die Temperatur bis auf 5 bis 6 Grad. Das war´s dann, die km-Zeiten wurden rapide schlechter, ich musste ab km 32 öfters Gehpausen einlegen (!!!), so dass ich bereits bei km 36 ca. 5 min hinter meiner Marschtabelle zurücklag. Susi machte sich schon Gedanken, und als sie mich von weitem sah, wusste sie, dass der "Hammer-Mann" zugeschlagen hatte. Die letzten Kilometer wurden wirklich zur Qual, so dass ich bis zum Ziel ca. 13 Minuten auf die anvisierte Zeit verlor und mit 3.48.24 Std. 549. in der Altersklasse M 45 und 3.873 im Gesamteinlauf wurde.

Den im Vorfeld angepriesenen Disco-Tunnel, durch den man in das Herz des Olympiastadions gelangte, nahm ich gar nicht wahr, entweder war ich schon so erschöpft oder .... ( der Leser möge den Rest selbst zu Ende denken). Und nach einer 300 m Stadionrunde wurde gar noch den Läufern eine Zielrampe (!) abverlangt, was war das für ein quälendes Finish.

Auf dem Fußballfeld war die Zielversorgung aufgebaut. Um wieder aus dem Stadion zu gelangen, mussten die Läufer nochmals ca. 250 Treppenstufen(!) bewältigen. Und um sich zu duschen, musste Man(n) und Frau im Olympiaschwimmstadion sicherlich eine Stunde anstehen. Wir entschlossen uns, ins Hotel - ohne zu Duschen - zurückzufahren, erholten uns in der hoteleigenen Saunalandschaft und mit Weißbier wurden die während des Laufes verbrauchten Mineralstoffe dem Körper wieder zugeführt."

Die Winterlaufserie in Rüsselsheim dient fast allen als letzter Test vor dem Marathon in Frankfurt. Da werden die 10 km noch einmal schnell gelaufen, in diesem Jahr am 16. Oktober. Entsprechend gut sind auch die Ergebnisse unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgefallen:

Helmut Groß       43:22 Min   5. Platz M 50
Erika Schmid      49:20 Min.  2. Platz W 55
Susanne Beinert   52:28 Min.  5. Platz W 45
Gertrud Jahn      52:53 Min.  1. Platz W 60
Alice Baumgart    53:50 Min.  1. Platz W 65
Marianne Ritter   55:43 Min.  1. Platz W 70
Josef Ritz        58:38 Min.  7. Platz M 70

Mannschaft: Erika, Susanne und Gertrud 2:34:41 Std. 6. Platz.

Einen Tag später, am 17.10. war der AllessaChemie-Mainuferlauf in Offenbach angesagt, zu dem Frank Waldschmidt und Babsi Teubner gemeldet hatten. Sie liefen die lange Distanz über 21,1 km (Halbmarathon): Frank kam nach 1:45:26 Std. ins Ziel und wurde 45. In der M 30, Babsi belegte Platz 11 mit einer Zeit von 1:53:50 Std. in der W 35.

Zum letzten Großereignis des Jahres startete ein Dutzend Läuferinnen und Läufer unseres Vereins am 31. Oktober und zwar in Frankfurt zum Marathon, bei dem gleichzeitig die Hessischen Meisterschaften ausgetragen wurden. Trotz aller vorausgegangenen Befürchtungen war das Wetter in diesem Jahr optimal für Läufer und Zuschauer: angenehme Temperaturen, teilweise Sonnenschein, weder Regen noch Wind. Dementsprechend gut fielen auch die Ergebnisse aus (HM = Hessische Meisterschaften):

Roman Lessmann       2:57:37 Std.     28. Platz M 45   11. Platz HM
Christoph Scheibitz  2:58:12 Std.     60. Platz M 20    6. Platz HM
Norbert Rummel       3:25:14 Std.    345. Platz M 40      
Thomas Spielmann     3:58:06 Std.    936. Platz M 35   36. Platz HM
Frank Waldschmidt    3:58:47 Std.    563. Platz M 30   16. Platz HM
Erika Schmid         3:59:24 Std.      8. Platz W 55    5. Platz HM
Erika Ingerl         4:03:39 Std.      5. Platz W 60    2. Platz HM
Sabine Czyrt         4:06:31 Std.     58. Platz W 45
Gertrud Jahn         4:05:43 Std.      6. Platz W 60    4. Platz HM
Barbara Teubner      4:07:43 Std.    113. Platz W 35   12. Platz HM
Alice Baumgart       4:08:46 Std.      1. Platz W 65    1. Platz HM
Marianne Ritter      4:25:42 Std.      2. Platz W 70    2. Platz HM

Auch die Mannschaftswertung bei der Hessischen Meisterschaft konnte sich sehen lassen:

In der Sonderwertung "Frauen 50 + älter" belegten Erika Schmid, Erika Ingerl und Gertrud Jahn den 1. Platz, in der Normalwertung den 6. Platz. Auf Platz 7 liefen Barbara Teubner, Alice Baumgart und Marianne Ritter. Die Herren hatten es schwerer. Roman Lessmann, Christoph Scheibitz und Thomas Spielmann erreichten Platz 22. (Diese Ergebnisse wurden bei den Hessischen Meisterschaften erzielt.)

Aber auch eine Männer-Staffel lief für unseren Verein: Siegfried Kampa, Marian Calin, Alexander Keck und Philipp Kampa belegten mit einer Zeit von 3:46:53 Std. den 121. Platz.

Die beliebte Winterlauf-Serie in Rüsselsheim hatte ihren zweiten Start über 15 km auf den 20. November gelegt. Verletzungs- und krankheitsbedingt war das Starterfeld leider etwas kleiner ausgefallen, die Ergebnisse und Platzierungen waren aber wieder "Spitze":

Erika Schmid      1:16:02 Std.   1. Platz W 55
Sabine Czyrt      1:17:22 Std.   3. Platz W 45
Marianne Ritter   1:25:41 Std.   1. Platz W 70
Susanne Beinert   1:30:54 Std.   7. Platz W 45
Josef Ritz        1:36:04 Std.   4. Platz M 70.

In der Mannschaftswertung Frauen belegten Erika, Sabine und Marianne den 4. Platz.

Nun haben wir nur noch den Silvesterlauf bei Spiridon in Frankfurt vor uns, um damit das Läuferjahr abzuschließen. Wenn Ihr diesen Bericht lest, werden wir unseren "Nikolaus-Umtrunk" bei Susi und Hubert hinter uns haben, ebenso wie unsere Jahresabschlussfeier. Bleibt mir nur noch, Euch allen ein frohes, ruhiges und gesundes Weihnachtsfest im Kreis von Familie und Freunden zu wünschen und bleibt nach einem kräftigen Rutsch in das Neue Jahr gesund und erfolgreich sowohl privat, beruflich wie auch sportlich

Eure Alice


Berichte Sport-Echo 3/2004

Liebe Lauffreundinnen und -freunde,

begnügten wir uns in früheren Jahren mit Läufen in der hessischen und den angrenzenden Regionen, so ist heute bei uns der Sog in die Ferne doch sehr ausgeprägt. In den Norden zog es Anfang Juni unseren Laufsportleiter Hubertus Kraus mit Anhang, um am "Inselhopping" teilzunehmen. Es hieß aber richtig: 3. EWE Nordseelauf, der vom 05.06.-14.06.2004 ausgetragen wurde. Nachstehend sein persönlicher Bericht dazu:

Freitag früh, 04.06.2004, 7.30 Uhr Start in Frankfurt, 15 Grad warm, bedeckter Himmel, Zwischenstation Sauerlandlinie A 5 und A 45, die Wolken werden dunkler, Regen beginnt, Windböen, 10 Grad, was werden die nächsten Tage an Wetterkapriolen bringen - denn 8 Tage Laufen, 9 Etappen mit ca. 92 km in Ostfriesland zwischen Norddeich und Cuxhaven sowohl auf dem Festland sowie zum erstenmal auf allen 7 ostfriesischen Inseln erwarten uns.

Uns, das sind Hubert von der SG Frankfurt-Nied und Susi, Moni und Rolf vom ASV Griesheim, unseren Lauftreffkollegen bei der SG. Der Regen wird dichter, 300 km lang und nun Ausfahrt Wilhelmshavener Kreuz Richtung Esens - Bensersiel, es klart auf, blauer Himmel vereinzelt zu sehen und schließlich bei Ankunft in der Ferienwohnung in Bensersiel strahlender Sonnenschein. Unser Vermieter verspricht uns, dass es die nächsten Tage so bleiben wird. Wir warten auf die Kick-Off-Veranstaltung des 3. EWE-Nordseelauf (www.nordseelauf.de) und auf Martina Ranthum, einer guten Bekannten vom Brüder-Grimm-Lauf, die hier als Läuferbetreuerin eingesetzt ist.

Nordseelauf, dahinter steht der Gedanke "Mach nicht Halt - Lauf gegen Gewalt", und wird veranstaltet von Die Nordsee GmbH und der evangelischen-lutherischen Landeskirche Hannover. Der Ideengeber dieses Laufes war Pastor Michael Riedel-Schneider, der mittlerweile den nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover vorbereitet. Wir erfahren, dass es sich um den 3. Nordseelauf handelt und der Vertrag zwischen den Sponsoren und den Veranstaltern auf 3 Jahre ausgelegt war. Zum Auftakt gibt es einen Start-Up-Gottesdienst.

1. Etappe Norden - Norddeich Ocean-Wave-Lauf 10 km am 05.06.04 16.00 Uhr
Nach einem 30minütigen Transfer mit den vom Veranstalter gestellten 4 Bussen erreichten wir Norddeich, wo ein abwechslungsreicher Rundkurs bei angenehmen Temperaturen durch Wohngebiete, auf und über Deiche, am Nordseeufer und durch den Kurpark führte, der zweimal zu durchlaufen war. Am Ende der ersten Runde wurden wir alle überrascht von den schnellen Zeiten, so z. B: ich mit 21.30 min, nach der 2. Runde standen dann 43.34 und auch Rolf, Susi und Moni liefen neue 10 km Bestzeiten mit 46:52, 49:32 und 53:05. War es der Rückenwind, war es der Klimawechsel? Die Auflösung kam dann bei Siegerehrung und Tombola - die nach jedem Lauf stattfinden - es waren nur 9 km. Es war ein toller Tourauftakt, ein schönes Rahmenprogramm und und... die Spannung wächst auf das, was uns noch erwartet.

2. Etappe Insel Juist Töwerlandlauf 6 km am 06.06.04 13.30 Uhr
Unglaublich, der ganze Lauf war sensationell, bei drei Runden a 2 km wurde die gesamte Insel in ihrer Breite durchquert. Tiefer Sandstrand auf jeweils ca. 700 m Länge je Runde forderte viel, viel Kraft, so dass km - Zeiten von 6 bis 8 Minuten für den Großteil des Feldes herauskamen. Toll das Publikum, sowohl die Einwohner als auch die Urlaubsgäste, sie bildeten ein enges Spalier und es war für jeden Läufer ein beeindruckendes Erlebnis. Es hieß dann, sich schnell umziehen, denn der nächste Lauf erwartete uns um 18.00 auf Norderney und dazwischen war noch 1,5 Std. Schiffstransfer.

3. Etappe Insel Norderney Königslauf 6 km am 06.06.04 18.00 Uhr
Der feine Rasen des Kurparks Norderney wurde sofort von der Läuferschar bei herrlichem Sonnenschein zum Entsetzen der dort weilenden Kurgäste wie beim "Brüder Grimm Lauf" eingenommen. Ein genau vermessener 6,18 km Lauf mußte auf der Promenade bestritten werden, diesmal waren die km- Zeiten wesentlich schneller als am Mittag, 4 bis 6 min waren die Regel.

Die Überraschung war für alle, das der vornehme Lesesaal des Kurzentrums mit seinen edlen Sesseln extra für diese Laufveranstaltung vom Veranstalter den Läufern zum Relaxen vor dem Start und zur Gepäckaufbewahrung zur Verfügung gestellt wurde. Die ausliegenden Boulevardblätter sowie die regionale und überregionale Tagespresse fanden regen Anklang.

Wir hatten an diesem Tag ein Sonderschiff zur Verfügung, das uns von Norddeich Mole nach Juist und dann zum nächsten Lauf nach Norderney und schließlich wieder am Abend um 21.00 Uhr nach Norddeich Mole zurückbrachte.

Nach der Rückkunft gegen 23.00 Uhr in der Unterkunft mußte für den nächsten Tag vorbereitet werden, denn um 4.30 war bereits wieder Aufstehen angesagt. Es ging um 6.00 Uhr los mit einer Busfahrt nach Emden Außenhafen Ableger Borkum, um um 8.00 Uhr mit dem Schiff nach Borkum auszulaufen, wo die

4. Etappe Insel Borkum Promenadenlauf 11 km am 07.06.04 13.00 Uhr
stattfand. Beeindruckend waren die in der Ferne zu sehenden großen Schiffe sowie die Fahrt mit der schaukelnden Borkumer Kleinbahn GmbH mit ihren nostalgischen Eisenbahnwagen zum Zentrum der Insel. In unmittelbarer Nähe konnten wir uns auf der Tennisanlagen des TUS Borkum auf den Lauf vorbereiten. Über die Uferpromenade, Sanddünen, Fahrradwege, Wohngebiete gelangten wir nach vermessenen 11,8 km wieder auf die Uferpromenade, wo uns Hunderte von Zuschauern im Ziel empfingen. Von diesem Lauf kehrten wir erst gegen 21.00 Uhr zurück. Auch diesmal packten wir sofort. Denn am nächsten Tag war um 7.15 Abfahrt mit dem Bus, diesmal ging es nach Wangerooge.

5. Etappe Insel Wangerooge Up`n Diek Loop 13 km am 08.06.04 11.00 Uhr
Mit einem kleinen Fährschiff fuhren wir von Harlesiel ab, der Kapitän hielt einen beeindruckenden Vortrag über das Wattenmeer. An Robbenbänken vorbei erreichten wir Wangerooge. Weiter ging es mit der Inselbahn - vorbei an vielen brütenden Vögel - zum Inselzentrum. Es mußte ein 6,5 km Rundkurs zweimal durchlaufen werden. Der Lauf auf der Deichkrone von knapp 2,4 km Länge war ein einsamer Kampf gegen Sonne und Wind, Windschattenlaufen war, sofern möglich, angesagt.

6. Etappe Insel Spiekeroog Wrack-Verona Lauf 12 km am 09.06.04 10.30 Uhr
War bislang Juist die tollste Etappe gewesen, so konnte Spiekeroog bei weitem dies toppen. Sowohl von der Streckenführung, der Landschaft und vom Ort gab es nicht vergleichbares, die vielen Zuschauer an der Strecke und im Ort feuerten die Läufer an, rhythmisches Klatschen erzeugten wirklich Gänsehaut! Anwesende Mitglieder des OSC Höchst erkannten uns Frankfurter und feuerten uns besonders an. Und die Kurverwaltung überraschte die Läuferschar mit kostenfreier Pasta Party, freiem Eintritt ins Schwimmbad - selbst Nichtläufer, Kurgäste usw. hatten freien Eintritt - und es gab zusätzliche Preise für die Tombola.

7. Etappe Insel Baltrum Dornröschenlauf 10 km am 10.06.04 10.30 Uhr
Die kleinste der ostfriesischen Inseln wurde durch 262 Läufer aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt, deshalb Dornröschenlauf. Es wurde eine unerwartete Hitzeschlacht, denn beim Aufstehen war es stark bedeckt und die Wetterfrösche sagten angenehme Temperaturen voraus. Der Start verzögerte sich um einige Minuten, da ein im Tourfeld mitlaufender Arzt in einem Restaurant einem Kurgast ärztliche Hilfe leisten musste. Mit Beifall wurde er vom Teilnehmerfeld nach geleisteter Erster Hilfe wieder in der Startzone begrüßt. Der Rundkurs (5 km) führte nach angenehmem Beginn auf Pflastersteinen dann durch ein Naturschutzgebiet, in dem die Kaninchen ihre Behausungen hatten und sich folglich Löcher im Weg befanden. Gegenwind und stehende Hitze wechselten sich ab und forderten von allen Teilnehmern maximale Leistung. Schanty-Chor und erstklassige Bewirtung rundeten das Programm ab. Die Besonderheit auf dieser Insel ist, dass es keine Straßennamen gibt und die Hausnummern nach der zeitlichen Entstehung der Häuser vergeben werden.

8. Etappe Insel Langeoog - Pirolalauf 12 km am 11.06.04 12.00 Uhr
Mit der Inselbahn erreichten wir das Zentrum, wo uns ein lebendiges Inselleben und eine unerwartete Einkaufsmeile empfingen. Unsere Frauen ließen es sich nicht nehmen, erstmals einen Schaufenster- und dann auch Einkaufsbummel zu machen. Erst danach besannen sie sich, warum wir hier waren, nämlich zum Pirolalauf. Auf den ersten 3 km führte der Lauf durch das Pirolatal, man kam sich wie in einer Kraterlandschaft vor, enge Wege machten ein Überholen nahezu unmöglich. Ich sah in der Ferne plötzlich ein Feuerwehrfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht, das dann unmittelbar vor mir auf den Laufweg fuhr. Auf dieser Strecke kam uns sehr starker Wind entgegen. Ich ärgerte mich maßlos, plötzlich Benzingeruch einatmen zu müssen, bis ich dann bemerkte, dass sich im Fahrzeug ein Kamerateam befand. Aller Ärger war vergessen, meine drei Mitläufer und ich legten uns in Zeug und liefen dann nicht im Windschatten, nein, ein jeder zeigte sich im Wind und mit breiter Brust liefen wir ca. 700 m nebeneinander gegen Windstärke 5 - 6. Später stellte sich heraus, dass es sich um ein Kamerateam von 3Sat handelte. Es drehte einen Bericht über diese Etappe und den Wattlauf von Neuwerk nach Cuxhaven, welcher dann am 03.07.2004 um 17.30 auf 3Sat ausgestrahlt wurde. Diese Etappe war die schwierigste von allen. Heftiger Wind (Seiten- oder Gegenwind) der Stärke 5 - 6 auf ca. 2/3 der Strecke schafften uns ganz schön. Der frenetische Beifall auf dem letzten Kilometer entlang der Einkaufsmeile durch die vielen Hundert Zuschauer mobilisierten die letzten Kräfte und selbst der kurze knackige Anstieg zum Ziel wurde durch den Beifallssturm zu einem Kürprogramm.

Nach der Rückkehr von Langeoog hieß es Koffer packen und Umzug nach Bremerhaven, wo wir in einem Hotel untergebracht waren.

9. Etappe Neuwerk nach Cuxhaven Hamburger Watt-Lauf 12 km am 12.06.04 14.45 Uhr
Am nächsten Tag starteten wir um 7.00 Uhr nach Cuxhaven. Während der Fahrt prasselte starker Regen nieder. Wir hatten nur kurze Laufbekleidung eingepackt und machten uns deswegen viele Gedanken, ob dies die richtige Wahl war. Mit einem Sonderschiff, nur für die Läufer, erreichten wir bei Flut die Insel Neuwerk, welche politisch zur Hansestadt Hamburg gehört. Hier mussten wir ca. 5 Stunden warten bis die Deichbeauftragten das Startsignal zum Lauf durch das Watt nach Cuxhaven geben konnten. Die Startzeit verzögerte sich immer mehr nach hinten, weil anhaltender Westwind das schnelle Ablaufen des Wassers verhinderte und die Priele (Entwässerungsgräben im Watt) noch einen zu hohen Wasserstand hatten. Das Wetter wurde immer besser, die Sonne kam immer mehr durch. Wir hatten doch die richtige Entscheidung getroffen. Aber es gab noch so viele Fragen:

Was erwartet uns beim Wattlauf? Sinken wir ein? Kommt die Flut schneller als wir laufen können? Müssen wir durch kniehohes Wasser laufen oder brauchen wir gar Rettungsringe? Müssen wir den Wattwürmern ausweichen? Wie kalt ist das Wasser? Keine Ahnung. Wie schmutzig werden wir aussehen, wie bei einem Crosslauf im Herbst oder Frühjahr, matschig ... wie schauen unsere Schuhe im Ziel aus, werden wir sie im Matsch verlieren? Wir haben vorgesorgt, die ältesten Schuhe haben wir mitgenommen, um diese hinterher zu entsorgen. Wie befestigen wir unseren Zeitnahmechip am Knöchel zusätzlich, damit er im Watt nicht verloren geht? Uns ist bekannt, das dieser Lauf jedes Jahr stattfindet und nur ca. 500 Teilnehmer zugelassen werden. Mehr Personen können nicht auf die Fähre. Mit Pferdefuhrwerken werden dann die Gepäckstücke wieder ans Festland gebracht. Wir beobachteten wie schnell das Wasser sank und fragten uns immer wieder, da müssen wir durch? Der Führende in der Gesamtwertung, Matthias Wilshusen, aufgewachsen in Cuxhaven, sagte mir, du musst nur folgendes beherzigen, nämlich der ersten Pfütze nicht ausweichen, sondern voll reinlaufen und dann läuft es von alleine. Und selbst auf der Insel Neuwerk hat man von Bekannten keine Ruhe. Ein Läufer des "Team Frankfurter Laufshop", Ingo Rohmund, machte gerade in der Gegend Urlaub und startete als Einzelläufer. Nirgends ist man mehr sicher. Und dann kam der Startschuss, mit ca. 30 min Verspätung. Erst laufen wir auf einer ca. 800 m langen Rasenstrecke und dann rein ins Watt. Ich sehe aus dem Läuferfeld heraus wie an der Spitze Pace gemacht wird und die Läufer jede Pfütze mitnehmen. Auch ich beherzige Matthias´ Rat und laufe voll durch die erste Pfütze. Es macht Spass, einfach nur Spass. Manchmal sind es nur zwei, drei cm Wasser, dann plötzlich bis zur Wade und ... Es gibt Priele, wo ich bis über das Knie durch das Wasser laufen, nein rennen muss. Dann gibt es wieder Strecken, wo man auf 50 bis 100 m Länge Wassertiefen von der Wade bis zum Knie hat, bei kleinen LäuferInnen dann wahrscheinlich bis zum Po. Mitten im Watt zwei Versorgungsstellen, schließlich wieder das Kamerateam. Es ist irre. Ich schreibe gar nicht über das kalte Wasser, nein das muss ich nicht, das Wasser ist schließlich angenehm warm! Cuxhaven kommt näher, das große, weiße Zelt des "Stadion am Meer" wird sichtbar, der blaue Zielbogen zeichnet sich langsam ab. An der Wasserkante zwischen Meer und Strand geht es jetzt einen Kilometer entlang und dann Einmündung auf die Zielgerade des Beachvolleyballfeldes des "Stadion am Meer", tiefer, tiefer Sand, die Beine sind müde vom Lauf durch das Wasser, nicht vom Lauf durch das Watt, Zuschauergeschrei, unglaublich, die letzten Meter ein Gestampfe, ein Vorwärtskämpfen um jeden Meter durch den Sand und dann die Ziellinie, diese wird nicht durchlaufen, nein, ich mache wie beim Beachvolleyball einen Hechtsprung durch das Ziel mitten in den tollen Sand und dann ist es geschafft. Ein tolles Lauferlebnis haben wir hinter uns gebracht, ca. 92 km Wegstrecke innerhalb einer Woche. Im Zielraum klatschen wir Läufer uns ab, nach einer Woche kennt man schon so viele. Bei der anschließenden Siegerehrung wird der Ruf der Teilnehmer nach einer Fortsetzung des Nordseelaufs lauter und unter tosendem Beifall gibt der Hauptsponsor die Zusage zur Fortsetzung dieser Veranstaltung, schließlich ist deren Aufsichtsratsvorsitzender alle Etappen mitgelaufen und konnte sich ein Bild von der Stimmung, der Begeisterung aller machen. Und ich weiß, ich werde mit Susi sobald wie möglich wiederkommen. Dafür wird der Initiator Michael Riedel-Schneider zu uns nach Frankfurt kommen, um am BGL (Brüder Grimm Lauf) teilzunehmen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass Robert Welcher (M 40) am 05.06. seinen ersten Marathon lief und sich dabei mit Stockholm eine nicht ganz einfache Strecke ausgesucht hat. Er kam nach 4:36:07 Std. ins Ziel. Genauere Platzierung liegt mir leider nicht vor.

Aber auch von den traditionellen Läufen in unserer Region gibt es wieder gute Ergebnisse zu melden. Am 10.06. nahm Erika Ingerl am Volkslauf in Bonames über 10 km teil und wurde mit einer Zeit von 49:38 Min. 1. in der W 60.

Leider traten in diesem Jahr beim Brüder-Grimm-Lauf vom 11. - 13.06. von Hanau nach Steinau an der Straße nur drei Läufer unseres Vereins an. Die 5-Etappen-Strecke über ca. 82 km ist in den letzten Jahren schon ausführlich beschrieben worden, so dass wir uns in diesem Jahr auf die Mitteilung der guten erzielten Ergebnisse beschränken können:

Helmut Groß       6:11:56 Std.    10. Platz M 50
Erika Schmid      7:21:40 Std.     9. Platz W 55
Gertrud Jahn      7:43:28 Std.     1. Platz W 60.

Am 25.06. lief Hubertus Kraus die alte deutsche Meile über 7,777 km beim Burglauf in Eppstein. In seiner stark besetzten Altersklasse belegte er mit einer Zeit von 40:16 Min. den 58. Platz.

Weiterhin gab es Punkte für den Main-Lauf-Cup zu sammeln. Ihr gutes "Punktekonto" stockten Erika Ingerl und Erika Schmid beim 10 km-Lauf in Berkersheim am 27.06. auf. Erika Ingerl lief mit 47:44 Min auf Platz 1 in der W 60 und Erika Schmid ebenfalls auf Platz 1 nach 49:51 Min. in der W 55.

Traditionell ist die Beteiligung beim Hahnwaldlauf in Kiedrich am 04.07. über 10 km größer, wenn zu dieser Zeit auch schon einige Läufer und Läuferinnen im Urlaub sind. Fünf Läuferinnen und ein Läufer hatten sich frühzeitig auf den Weg gemacht, um die vom Winzer Bibo gestifteten Weinpräsente "abzuräumen". Die Ergebnisse:

Erika Ingerl      50.00 Min.  1. Platz W 60
Erika Schmid      51:45 Min.  1. Platz W 55
Gertrud Jahn      56:10 Min.  2. Platz W 60
Alice Baumgart    57:17 Min.  1. Platz W 65
Marianne Ritter   63:11 Min.  1. Platz W 70
Josef Ritz        64:55 Min.  3. Platz M 70

Die Läuferinnen Erika I., Erika S. und Gertrud J. belegten in der Mannschaftswertung mit einer Gesamtzeit von 2:37:55 Std. ebenfalls den 1. Platz.

Wie immer gibt es in Kiedrich Wein. Je nach Platzierung 3, 2, und 1 Flasche. Nun können die Leser selbst ausrechnen, welche Anzahl da für unser Sommerfest zusammen gekommen ist. Als älteste Teilnehmerin erhielt Marianne Ritter noch extra eine Magnum-Flasche.

Hubertus Kraus wollte nicht nur immer bei Tag laufen. So zog es ihn am 16.07. zum Nachtmarathon nach Marburg. Das Ziel erreichte er nach 4:07:57 Min. und wurde in seiner Altersklasse M 45 von 33 Teilnehmern der 19.

Einen Tag später, am 17.07. war Helmut Groß zum Mühlenlauf in Oberursel-Oberstedten über 5,4 km gestartet. Nach 22:50 Min. kam er als 3. in seiner Altersklasse M 50 ins Ziel.

Aber wir wollen nicht nur laufen, sondern auch die Geselligkeit pflegen und es zur Tradition werden lassen, außerhalb Frankfurts ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Wie schon im letzten Jahr hatten wir uns für die Rhön entschieden. Leider waren wir nur 9 Teilnehmer, was aber dem Erfolg keinen Abbruch tat. Unser Jupp Ritz hatte ein gutes Händchen und für das Wochenende 23. - 25. Juli ein sehr schönes Hotel in Seiferts ausgesucht, in dem sich bei Speis und Trank fast alles um den Apfel drehte. Sogar ein Apfelzimmer gab es.

Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten und unsere drei Damen Erika Ingerl, Sabine Czyrt und Susi Beinert, die einen großen Teil des Weges per Rad als Triathlontraining zurückgelegt hatten, eingetroffen waren, machten wir uns auf unsere erste Wanderung zum Schwarzen Moor. Allerdings war uns Petrus nicht hold und verfolgte uns mit Blitz und Donner und holte uns ein, bevor wir unser Ziel erreicht hatten. Ein Pärchen konnte nicht so schnell folgen und suchte Schutz auf einem Jägerstand. Was sich da abgespielt haben mag, haben wir uns auf dem Rückweg mit viel Gelächter ausgemalt.

Nach einer Apfelprobe mit Apfelpizza in allen Variationen und Apfelsaft, -wein, -sherry, -bier und -brand ließen wir uns in die Betten fallen. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen "erstürmten" wir die Wasserkuppe. Auf dem Rückweg genossen wir noch wilde Kirschen frisch vom Baum, bevor das abendliche Menü gereicht wurde, natürlich auch wieder mit Apfel als Nachtisch: Vanilleeis mit Apfelzabaione, köstlich!!!

Tradition ist auch schon der Rieslinglauf über 10 km in Oestrich-Winkel Anfang August, d.h., in diesem Jahr am 01.08. Wie fast in jedem Jahr war es wieder sehr warm, aber dennoch erzielten unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen beste Ergebnisse:

Roman Lessmann    38:10 Min.    1. Platz M 45
Hubertus Kraus    48:35 Min.   15. Platz M 45
Erika Ingerl      50:25 Min.    1. Platz W 60
Gertrud Jahn      55:39 Min.    2. Platz W 60
Josef Ritz        64:45 Min.    3. Platz M 70.

Helga und Hans Pfund hatten uns für unseren Grillabend am 6. August wieder ihren Garten samt Grill und Grillmeister zur Verfügung gestellt. In fröhlicher Runde, zu der in diesem Jahr auch unsere "Neuzugänge", aber auch alte Bekannte kamen, die leider nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen können, der Abteilung aber noch verbunden sind, wurden die Kiedricher Weine verkostet. Neben Steaks und Bratwurst vom Grill hatten wir wieder mit diversen Salaten, Nachtisch und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt. Bei angeregten Gesprächen gingen die Letzten erst nach Mitternacht nach Hause. Herzlichen Dank noch einmal an Helga und Hans.

Bericht von Roman Lessmann, ergänzt von Hubertus Kraus: Am 22.08.2004 hat die Neuauflage des Nürburgringlaufs "Run am Ring" stattgefunden und drei SG-Nieder haben sich entschlossen in die Eifel zu fahren, um dort zu laufen, wo sonst unser Schumi zumindest auf einem Teil der Strecke seine Runden dreht. Neumitglied (ab 01.09.2004 )Susi Beinert, Hubertus Kraus und ich haben das Abenteuer gewagt und es nicht bereut. Es war noch dunkel und ziemlich kühl, als wir - getrennt - in Frankfurt losgefahren sind (Hubert und Susi fuhren mit Bus der SG Sossenheim mit, die mit ca. 40 Personen in den unterschiedlichsten Disziplinen [MTB, Walking, Laufen] am Start waren), aber in der Eifel hat uns sehr angenehmes Läuferwetter begrüßt. Es war sonnig und schön, nicht zu warm. Die Veranstaltung war gut organisiert und pünktlich um 9:30 Uhr sind wir dann zum 24,4 km - Lauf gestartet. Anfangs lief es sich noch leicht. Die Kräfte waren noch frisch und die Strecke ging fast nur bergab. Aber dann kam das schwierige Mittelstück mit dem kilometerlangem, steilem Anstieg von der Breitscheid zur Hohen Acht. Da musste so mancher Flachlandtiroler streckenweise gehen. Das letzte Drittel war nicht mehr so schwer, aber immer noch anstrengend für die inzwischen schon müden Beine. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und bedarf guter Vorbereitung, aber es ist auch ein tolles Erlebnis. Am Ende waren wir alle ziemlich müde, aber auch sehr glücklich. Wir haben keinen neuen Streckenrekord aufgestellt, den hält immer noch der Schumi, haben sehr geschwitzt und gekeucht, aber wir haben auch eine wunderschöne GP-Strecke ohne Motorengeräusche und Abgase erlebt und die "Grüne Hölle" bezwungen.

Überragend war Roman, der mit einer Zeit von 1:40:51 Std. 17. im Gesamteinlauf unter ca. 1300 Startern wurde und in seiner Altersklasse M 45 gar auf dem Treppchen als Dritter landete. Hubert hat seine sich vorgegebene Zeit erreicht und landete mit 2:13:06 auf dem 533.Platz und in der selben Altersklasse 97. wurde. Susi erzielte 2:43:46 und wurde 1173. im Gesamtklassement sowie 34. in AK W 45.

Als letzte Meldungen für diesen Bericht können wir noch das gute Abschneiden von Christoph Scheibitz beim 19. Kelkheimer Halbmarathon am 05.09. mit aufnehmen. Er vertrat an diesem Tag als einziger die Farben unseres Vereins und lief mit einer Zeit von 1:25:55 Std. in seiner Altersklasse M 20 auf Platz 4.

Am gleichen Tag liefen mit großem Erfolg unsere beiden Erikas für ihren Main-Lauf-Cup in Mühlheim-Dietesheim Punkte zusammen. Beide gewannen ihre Altersklassen. Auf der 10 km langen Strecke kam Erika Ingerl (W 60) nach 48:50 Min. ins Ziel und Erika Schmid (W 55) nach 51:51 Min.

Für die bevorstehenden Marathonläufe in Berlin, München, Frankfurt etc. wünsche ich Euch allen eine gute Vorbereitung und ein gutes Durchkommen, unseren Verletzten gute Besserung und Euch allen einen Gruß von

Eurer Alice


Berichte Sport-Echo 2/2004

Liebe Läuferinnen und Läufer,

meine Empfehlung aus dem letzten Sportecho müßt Ihr Euch wohl sehr zu Herzen genommen haben, was auch darauf schließen lässt, dass der Beitrag viel gelesen wird. Es gibt über so viele gute Ergebnisse bei noch mehr Starts an verschiedenen Wettkämpfen zu berichten, dass gar kein Platz für viele Worte bleibt.

Also nach dem Frankfurter City-Halbmarathon ging es zwei Wochen später, am 21.03., nach Friedberg, schon seit Jahren eine gute Vorbereitung für uns, sich auf längere und bergige Strecken vorzubereiten. In diesem Jahr waren leider nur die Damen am Start und belegten alle erste Plätze. 10 km liefen:

Erika Schmid      51:09 Min.  1. Platz W 55
Erika Ingerl      51:16 Min.  1. Platz W 60
Marianne Ritter   57:16 Min.  1. Platz W 70

In der Mannschaftswertung belegten die drei den 2. Platz.

Die Zeiten und Plätze für die 30-km-Strecke waren:

Alice Baumgart    2:49:42 Std.   1. Platz W 65
Gertrud Jahn      2:50:44 Std.   1. Platz W 60

Frank Waldschmidt fuhr am 04.04. 04 nach Rotterdam, um dort beim 24. Marathon an den Start zu gehen. Nachfolgend sein Bericht:

Nachdem ich im Oktober 2003 in der Zeit von 4:25:55 Std. den Frankfurt-Marathon absolvierte, wollte ich nun für den kommenden Marathon eine Zeit von unter 4 Stunden erreichen. Nach 12 Wochen intensiver Vorbereitung, teilweise bei Kälte, Schnee und Matsch, machten Tina und ich uns am 02.04.04 auf den Weg nach Rotterdam. Innerhalb 4 Stunden kamen wir in Rotterdam an und begaben uns sofort auf die Marathonmesse, um dort auch meine Startnummer abzuholen. Die Messe in Rotterdam war nicht sehr groß und mit Frankfurt nicht zu vergleichen. Dennoch machte die Veranstaltung einen sehr organisierten und guten Eindruck. Leider gab es aber hier am Vorabend des Laufes keine Nudelparty, deshalb besuchten wir in einem kleinen Städtchen außerhalb von Rotterdam einen guten Italiener und machten dort unsere private Nudelparty. Gut vorbereitet standen wir nun am Marathontag um 07.00 Uhr auf und gingen zum Frühstück. Im Frühstücksraum des Hotels befand sich bereits schon eine ganze Horde von Marathonis, die noch die letzten Kohlenhydrate aufnehmen wollten. Bereits komplett im Laufdress machten wir uns auf den Weg zur S-Bahn, die uns ins Zentrum von Rotterdam bringen sollte. Am Hauptbahnhof angekommen, lieh sich Tina erst einmal ein wunderschönes Hollandrad, mit dem sie mich auf der Strecke begleiten wollte. Der Start war zu Fuß nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt und ich nutzte diese Strecke zum Einlaufen. Nun standen wir mit ca. 10.000 gut gelaunten Läuferinnen und Läufern am Start und warteten bei frischen 10 Grad Celsius, bedecktem Himmel und heftigem Wind auf den Startschuss. Das es sehr windig war, empfand nur Tina so, mich tangierte der Wind nicht weiter. Pünktlich um 11 Uhr bewegte sich nun die Masse auf der 42,2 km langen Strecke in Richtung Ziel. Auf den ersten Metern war es noch sehr eng, sodass es zu Stolpereien kam und mich einer von hinten beinahe abgegrätscht hätte. Danach lief es wie "an der Schnur gezogen" und ich blieb in meinem vorgegebenen Zeitplan. Fast wie ein Uhrwerk lief ich nun Kilometer für Kilometer, meine Halbmarathonzeit betrug somit 1:59:47 Std.. Da war mir klar, dass ich heute mein Ziel unter 4 Stunden erreichen könnte, wenn nur der Mann mit dem Hammer nicht wieder am Ende auf mich wartete. So ging es dann als weiter, Tina versorgte mich mit flüssigen Kohlenhydraten und Powerriegeln. Bei Kilometer 35 merkte ich doch, dass meine Beine immer schwerer und müder wurden. Doch der Kopf war noch recht frisch und somit kämpfte ich mich weiter Richtung der 40 km Marke und konnte doch noch einige auf diesem Weg einsammeln. Als mich nun bei KM 39 die "4 Stunden Pacemaker" einholten und mir war als bliebe ich stehen, gab ich mir einen Ruck und versuchte mich dranzuhängen. Dies gelang mir und es war schön noch in diesem Tempo mitzulaufen. Es kam mir vor als wären wir nur so an den vielen vielen Zuschauern vorbei geflogen. Jetzt war ich mir sicher, dass ich mein Ziel erreichen würde, denn bei KM 40 hatte ich eine Zeit von 3:46:05 auf meiner Uhr stehen. Auf der Zielgeraden war mächtig was los und die Zuschauer trugen mich förmlich ins Ziel. Es war geschafft! In einer Zeit von 3:58:25 Std. übertrat ich völlig erschöpft die Ziellinie, wo es eine Medaille, was zu Trinken und einen Plastikumhang gegen die kühle Temperatur gab. Am Abend erholte ich mich wieder recht schnell und wir feierten meine neue Bestzeit. Viele Grüße Frank Waldschmidt

Am 12.04. wurde in Jügesheim der 27. Osterlauf über 25 km ausgetragen, zu dem drei Mitglieder unserer Laufgruppe angetreten waren und mit guten Platzierungen zurückkehrten:

Roman Lessmann    1:38:16 Std.    4. Platz M 45
Thomas Spielmann  2:07:23 Std.   61. Platz M 35
Sabine Czyrt      2:18:00 Std.   11. Platz W 45

Nur eine Woche später, am 18.04. war der Start zum 14. Feldberglauf über 10 km in Oberursel. In diesem Jahr waren die Hessischen Berglaufmeisterschaften damit verbunden, an denen unsere "alte" Damenriege teilnahm und die Ergebnisse, auf dieser sehr anspruchsvollen Strecke können sich sehen lassen:

Erika Schmid      1:08:34 Std.     5. Platz W 55
Erika Ingerl      1:10:32 Std.     2. Platz W 60
Alice Baumgart    1:13:03 Std.     1. Platz W 65
Gertrud Jahn      1:14:04 Std.     3. Platz W 60
Marianne Ritter   1:16:40 Std.     3. Platz W 65

Helmut Groß hatte nicht für die Meisterschaften gemeldet und war in der Volkslaufgruppe gestartet. Er kam nach 59:56 Min. ins Ziel und wurde 10. in der M 50.

Am 24.04. liefen zwei junge Läufer in Naurod einen Halbmarathon. Mit ihren Ergebnisse können beide bei einem Teilnehmerfeld von 329 Startern zufrieden sein:

Norbert Rummel    1:41:46 Std.   24. Platz M 40
Thomas Spielmann  1:49:13 Std.   35. Platz M 35

Unsere Erika Ingerl zog es zu einem Halbmarathon am 25.04. nach Leipzig. Sie kam nach 1:49:48 Std. im Ziel und als 1. in der W 60 an.

Am 1. Mai startete der erste Lauf zur Wertung im Main-Lauf-Cup in Nieder-Erlenbach. Wie in jedem Jahr kämpfen unsere beiden Erikas in ihren Altersklassen um den Gesamtsieg:

Erika Ingerl      49:08 Min.  1. Platz W 60
Erika Schmid      50:32 Min.  1. Platz W 5

Schon einen Tag später, am 02.05., ging es in Großkrotzenburg wieder über 10 km, nur die weibliche Riege unseres Vereins war vertreten und belegte wieder erste Plätze:

Erika Ingerl      49:20 Min.  1. Platz W 60
Erika Schmid      49:44 Min.  1. Platz W 55
Marianne Ritter   55:44 Min.  1. Platz W 70.

Gertrud und ich liefen zur Vorbereitung auf unseren Start beim Marathon in Wien Mitte Mai die Halbmarathon-Strecke über 21,1 km:

Alice Baumgart    1:54:54 Std.   1. Platz W 65
Gertrud Jahn      1:59:59 Std.   1. Platz W 60.

Aber vorher war unser Verein auch beim Gutenberg-Marathon am 9. Mai in Mainz mit einem halben Dutzend Startern vertreten, wobei Roman und Thomas für ihren Arbeitgeber, die Bahn DB, gestartet waren.

Roman Lessmann    3:01:21 Std.     10. Platz M 45 (bei 104 Läufern)
Thomas Spielmann  3:44:59 Std.    227. Platz M 35 (persönl. Bestzeit)
Erika Ingerl      3:50:03 Std.      1. Platz W 60
Martin Frisch     3:50:47 Std.    309. Platz M 40
Sabine Czyrt      4:04:22 Std.     26. Platz W 45
Frank Waldschmidt 4:12:54 Std.    195. Platz M 30

Für Thomas Spielmann galt der Lauf zur Vorbereitung auf den Ironman am 11.07. in Frankfurt. Frank Waldschmidt war, s. oben, in Rotterdam gelaufen und wollte ursprünglich nur die erstmals angebotene 2/3.-Distanz (28,3 km) laufen. Aber sicher hatte er noch den Schwung von Holland in den Beinen, der ihn über die gesamte Distanz laufen ließ.

In Bergen-Enkheim war am 16.05. der nächste Lauf zum Main-Lauf-Cup, zu dem beide Erikas gemeldet hatten:

Erika Ingerl      47:17 Min.  1. Platz W 60
Erika Schmid      48:48 Min.  1. Platz W 55.

Am gleichen Tag gingen Gertrud Jahn und ich in Wien an den Start zum Marathon. Obwohl es die ganze Nacht vorher wie aus Eimern geschüttet und gestürmt hatte, muss Petrus ein Einsehen mit den Läufern gehabt haben, denn gegen 6.00 Uhr morgens hörte es auf zu regnen und im Lauf des Tages kam sogar noch die Sonne zum Vorschein. Die äußeren Bedingungen waren gut, kühle Temperaturen, kaum Wind und eine sehr schöne Strecke durch die Stadt, vorbei an Schloss Schönbrunn, durch den Prater - zum Teil mit Wendepunkten - so dass wir auch die Spitzenläufer sehen konnten. Mit unseren Ergebnissen waren wir sehr zufrieden. Gertruds Traum, noch einmal unter 4 Stunden zu laufen, ging unbeabsichtigt in Erfüllung, worüber sie besonders glücklich war, zumal ihr beim Gang an den Start ein besonders eifriger Läufer, der noch gymnastische Übungen machte, die Stoppuhr vom Arm schlug und diese zu Bruch ging. Also nur nach Gefühl gelaufen, denn es gab unterwegs keine Zeitanzeige. Da war die Freude nach überschreiten der Ziellinie mit Blick auf die Uhr besonders groß. Vielleicht lag es auch an unserer guten Betreuerin Petra (Gertruds Tochter), die schon im vorigen Jahr mit in Stockholm war und uns wieder nach km 30 mit Cola versorgt hat. Das gibt noch einmal einen kleinen Schub für die letzten und härtesten Kilometer. Auch wir haben uns nach dem Lauf wieder schnell erholt, unser Abendessen in Grinzing eingenommen und uns die nächsten zwei Tage Wien angesehen, soweit das in der kurzen Zeit möglich war. Nun aber noch unsere Zeiten:

Gertrud Jahn      3:57:58 Std.   2. Platz W 60  (12 Teilnehmerinnen)
Alice Baumgart    4:09:35 Std.   1. Platz W 65  (4 Teilnehmerinnen)

14 Läuferinnen und Läufer unseres Vereins hatten es sich am Himmelfahrtstag, den 20.05. nicht nehmen lassen, beim Benefiz-Lauf, dem 6. Höchster Kreisstadtlauf, über 10 km von Hofheim nach Höchst zu starten. Glücklicherweise war es in diesem Jahr einmal etwas kühler, was wohl alle Teilnehmer genossen haben. Obwohl es sich um einen Lauf für einen guten Zweck handelt, sind doch alle Starter bemüht, beste Platzierungen zu laufen, was auch an den Zeiten zu erkennen ist:

Christoph Scheibitz  37:16 Min.     3. Platz MHK
Roman Lessmann       37:19 Min.     4. Platz M 45
Norbert Rummel       42:47 Min.    33. Platz M 40
Barbara Teubner      49:01 Min.    12. Platz W 35
Hubertus Kraus       49:43 Min.    73. Platz M 45
Helmut Jannasch      51:59 Min.    51. Platz M 50
Robert Welcher       53:07 Min.   137. Platz M 40
Philipp Kampa        54:32 Min.    13. Platz MSCH
Margret Michel       57:43 Min.    27. Platz W 45
Marianne Ritter      57:44 Min.     1. Platz W 70
Alice Baumgart       59:06 Min.     2. Platz W 65
Gertrud Jahn         59:06 Min.     3. Platz W 60
Calin Marian         59:41 Min.   182. Platz M 35
Michael Teubner      60:45 Min.   190. Platz M 35.

Am 23.05. liefen Erika I. und S. in Dietzenbach-Steinberg um Punkte für den Main-Lauf-Cup und konnten aufgrund der guten Plätze fleißig sammeln:

Erika Ingerl         47:21 Min.    1. Platz W 60
Erika Schmid         49:41 Min.    2. Platz W 55.

Unter den 478 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schwanheimer Pfingstlaufes, der am 29. Mai, also Pfingstsamstag um 17.00 Uhr!!! ausgetragen wurde, waren auch 11 Starter unseres Vereins. Das Wetter war zwar recht warm, aber längst nicht so heiß wie im vergangenen Jahr, so dass von allen gute Zeiten erreicht wurden:

Christoph Scheibitz  37:30 Min.    3. Platz MHK
Roman Lessmann       38:05 Min.    3. Platz M 45
Helmut Groß          42:23 Min.    5. Platz M 50
Norbert Rummel       43:49 Min.   23. Platz M 40
Erika Ingerl         46:50 Min.    1. Platz W 60
Hubertus Kraus       48:38 Min.   32. Platz M 45
Erika Schmid         49:09 Min.    1. Platz W 55
Helmut Jannasch      51:30 Min.   25. Platz M 50
Robert Welcher       53:14 Min.   48. Platz M 40
Alice Baumgart       54:27 Min.    1. Platz W 65
Marianne Ritter      61:04 Min.    1. Platz W 70

Nun aber genug der Zeiten, Zahlen und Daten. Lauft fleißig weiter, aber vergesst nicht, dass es neben den beliebten "Weinbergläufen" in Kiedrich und Oestrich auch noch unser Wochenende in der Rhön (23. - 25.07.) und unser Sommerfest bei Helga im Garten (06.08.) gibt (ich hoffe, die Vereinszeitung erscheint vor den Terminen). Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit

Eure Alice


Berichte Sport-Echo 1/2004

Liebe Läuferinnen und Läufer,

nach unserem letzten Lauf im November in Rüsselsheim stand die obligatorische Nikolaus-, Weihnachts- bzw. Jahresabschlussfeier an, zu der wir uns, wie im letzten Jahr, bei unserem Vereinswirt Holger getroffen haben. Nach Rückblick auf das abgelaufene Jahr und einem Dankeschön an unseren Langlaufleiter Hubertus Kraus konnten wir uns den leiblichen Genüssen hingeben. Im Lauf des Abends wurden aber auch schon wieder Pläne für das neue Jahr geschmiedet, wo, wann und wie oft man bei welchen Wettkämpfen starten will.

Da stand aber zunächst noch der Frankfurter Silvesterlauf am 28. Dezember an. Unter den ca. 2.100 erfolgreichen Teilnehmern über 10 km im Frankfurter Stadtwald, der von Spiridon ausgerichtet wurde, waren auch 8 Männer und 6 Frauen unseres Vereins. Die äußeren Bedingungen waren gut und die Ergebnisse konnten sich, wie immer, sehen lassen:

Roman Lessmann       38:27 Min.     10. Platz M 45
Christoph Scheibitz  39:14 Min.     26. Platz M 20
Hubertus Kraus       48:23 Min.    144. Platz M 40
Sabine Czyrt         49:32 Min.      8. Platz W 45
Frank Waldschmidt    50:19 Min.     70. Platz M 20
Thomas Spielmann     51:10 Min.    178. Platz M 35
Erika Schmid         51:27 Min.      4. Platz W 55
Erika Ingerl         52:29 Min.      2. Platz W 60
Helmut Jannasch      53:23 Min.     13. Platz M 50
Alice Baumgart       55:13 Min.      1. Platz W 65
Margret Michel       58:37 Min.     48. Platz W 45
Marianne Ritter      60:38 Min.      6. Platz W 65
Walter May           61:13 Min.     64. Platz M 60
Horst Welters        61:14 Min.     26. Platz M 65

Wie schon im letzten Jahr im kleinen "Damenkränzchen" ließen wir diesmal alle zusammen das Jahr mit einem prickelnden Wässerchen und kleinen Häppchen ausklingen. Natürlich haben wir Helmut Jannasch noch hoch leben lassen, der an diesem Tag Geburtstag hatte.

Am 11.01.2004 traf sich ein aus Triathleten und "normalen" Läufern gemischtes Quartett zum 27. Marathonstaffellauf der SKV Mörfelden und Thomas Spielmann berichtet dazu: "Zu früher Stunde (9:00 Uhr) starteten insgesamt 115 Mannschaften. Unser Team konnte sich von Anfang an in der vorderen Hälfte des Läuferfeldes behaupten. Thomas (Spielmann) kämpfte mit seiner Achillessehne, Siggi (Kampa) mit der "Hitze" im Wald, Roman (Lessmann) mit dem ungewohnten "Einzellauf" und Christoph (Scheibitz) als Schlussläufer. Nach 2:56:35h waren wir als 29. im Ziel (21. Platz Seniorenwertung) und vor dem großen Regen bereits auf dem Heimweg."

Nur eine Woche später, am 17.01., starteten wir beim letzten Lauf zur Rüsselsheimer Winterlaufserie über 10 km und waren mit unseren Ergebnissen zufrieden, zumal die schon "etwas länger Jungen" das Training im Winter ein wenig zurückschrauben.

Helmut Groß       44:16 Min.   17. Platz M 50
Erika Schmid      49:57 Min.    2. Platz W 55
Erika Ingerl      52:28 Min.    1. Platz W 60
Alice Baumgart    54:31 Min.    1. Platz W 65
Margret Michel    57:57 Min.    9. Platz W 45
Marianne Ritter   58:09 Min.    1. Platz W 70
Josef Ritz        60:32 Min.    6. Platz M 70

Den 1. Platz in der Serie belegten Erika Schmid in der W 55 und Alice Baumgart in der W 60.

Den ersten großen Einsatz in diesem Jahr über eine Ultra-Distanz hatte Hubertus Kraus und gibt dazu selbst nachfolgenden Bericht: "Am 31.01.2004 begann die Deutsche Ultra-Marathon-Saison in Rodgau-Dudenhofen. Erinnerungen wurden wach an den Lauf im Jahr 2001: von den 50 km 40 km laufen im Regen, Schnee, Hagel, Windböen bis zu 80 km/h. Ausfallquote fast 40 %. Zeit: 4:44:37 h.

Was wird diesmal die Läufer erwarten ?

Fast 500 (!) TeilnehmerInnen waren angemeldet. Es ist schon ein besonderes Völkchen, diese Ultramarathonis !!!. Bis kurz vor dem Start wird gegessen, Kaffee getrunken, kein Anzeichen von Nervosität, alle die Ruhe selbst. Einlaufen wird auf das Minimalste beschränkt. Selbst die Betreuer, Zuschauer werden mit warmen Getränken,..... versorgt.

Der Rundkurs ist 5 km lang, war also 10 mal zu durchlaufen. Bei der Ankunft auf dem Parkplatz war noch Glatteis da. Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass man zwar die Strecke geräumt, Sand und auch Salz gestreut hat, aber die Läufer sollten die ersten zwei Runden vorsichtig beginnen. Wider Erwarten war der Rundkurs aber in einem tollen Zustand. Das Wetter wurde wesentlich besser. Kein Regen. Temperaturen um 6 Grad. Nur bei Kilometer 44 kamen für kurze Zeit starke Windböen auf. Die von mir angepeilte Endzeit von < 5:00:00 h war auch bei nur vierwöchiger Vorbereitungszeit durchaus realistisch.

Bis km 43 lief alles im Zeitplan. Jeder Kilometer unter 6:00 min. Erst die o. g. Windböen zwangen mich zu gehen und somit war der Laufrhythmus verloren gegangen. Am Schluß stand eine Zeit von 5:04:09 h zu Buche und ich kam zu der Erkenntnis, dass ich mich auf den längeren Distanzen wesentlich wohler fühle als auf " Sprintdistanzen von 10 km".

Von insgesamt 356 gestarteten Teilnehmern kamen 266 ins Ziel. Ich selbst wurde als 197. gewertet und in der Altersklassenwertung M 45 32. von 62.

Beim 20. Frühlingslauf Groß-Gerau über 10 km am 21.02.2004 waren drei Teilnehmer unseres Vereins am Start. Roman Lessmann lief hervorragende 37:31 min. Ich (Hubertus) traf Frank Waldschmidt im Startgetümmel. Sein Ziel war, erstmals unter 47:00 min zu bleiben. So verabredeten wir uns, gemeinsam zu laufen und ich setzte meine Erfahrung ein, ihn gleichmäßig unter diese angepeilte Zeit zu ziehen. Und am Schluß stand er mit seiner neuen Bestzeit von 46.56 min in der Ergebnisliste. Herzlichen Glückwunsch an Dich, Frank."

Das nächste große Ereignis war der 2. Frankfurter City-Halbmarathon am 7. März über 21,1 km, zu dem sich ein Dutzend Läufer und Läuferinnen unseres Vereins angemeldet hatten. Das Wetter war fast ideal, wenn auch die Temperaturen gerade so über dem Null-Bereich lagen, aber dennoch war es für uns alle wieder ein Erfolg und ich denke, mit ihren Leistungen waren alle zufrieden:

Roman Lessmann       1:21:39 Std.      10. Platz M 45
Christoph Scheibitz  1:23:49 Std.      23. Platz MHK
Hubertus Kraus       1:41:14 Std.     126. Platz M 45
Frank Waldschmidt    1:42:36 Std.     121. Platz M 30
Sabine Czyrt         1:48:01 Std.      12. Platz W 45
Erika Schmid         1:49:13 Std.       2. Platz W 55
Erika Ingerl         1:51:27 Std.       2. Platz W 60
Gertrud Jahn         1:52:07 Std.       4. Platz W 60
Alice Baumgart       1:55.08 Std.       1. Platz W 65
Helmut Jannasch      1:58:22 Std.     146. Platz M 50
Margret Michel       2:06:41 Std.      47. Platz W 45
Marianne Ritter      2.07:46 Std.       1. Platz W 70.

Besonders zu erwähnen ist noch, dass Margret Michel ihren ersten Halbmarathon gelaufen ist und dabei hervorragend von der ältesten Teilnehmerin des gesamten Feldes, unserer Marianne, mitlaufend "betreut" wurde. Sie hatte ihr mit ihrer jahrelangen Lauferfahrung geraten, nicht zu schnell anzugehen und ein möglichst gleichmäßiges Tempo einzuhalten. Wenn Ihr nachrechnet, ist ihr das sehr gut gelungen. Eine nette Geste des Veranstalters war es auch, die jüngste Teilnehmerin (17 Jahre) und die älteste, unsere Marianne, ( 70 Lenze) zu ehren.

Durch diesen Lauf und auch die wöchentlichen Trainingsstrecken der Nidda entlang, in Richtung Sulzbach, Arboretum und wo auch immer, haben wir ein neues junges Mitglied in unsere Damenriege aufnehmen können. Margret Michel findet immer mehr Spaß am Laufen, was nicht nur der sportlichen Ertüchtigung dient, sondern auch manchen Alltagsstress leichter ertragen und ewältigen lässt. Wir alle würden uns freuen, wenn ihrem Beispiel noch mehr folgten.

Für das Frühjahr wünsche ich Euch allen viel Spaß bei der Vorbereitung zu Euren diversen geplanten Läufen, bleibt gesund und passt auf Euch auf, stolper, stolper!!!

Eure Alice


Berichte aus dem Jahr: [ Aktuell | 2004 | 2003 ]

Sport-Echo Ausgabe: [ 01/2004 | 02/2004 | 03/2004 | 04/2004 ]